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Archiv der Kategorie:

SAXOmagazin

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SaxCelebration!

SaxCelebration!

Ein Gastbeitrag von Markus Thiel – Equisound

Am 6. November ist es endlich wieder soweit: Feiertag! Und nicht irgendeiner. Wir feiern den Tag des Saxophons zusammen mit dem Geburtstag seines Erfinders Antoine Joseph Sax, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Adolphe Sax. Um die Feierlaune in diesem Jahr noch ein wenig zu steigern, erklärte der Schleswig-Holsteiner Landesmusikrat sogar das gesamte Jahr 2019 zum offiziellen Jahr des Saxophons. Mehr als ein Grund dieses außergewöhnliche Instrument und seinen Entstehungsprozess noch einmal eingehend zu beleuchten und zu würdigen.

Das Konzept für das, wohl bis heute, vielseitigste Blasinstrument der Welt, formte sich im Kopf eines Erfinders aus dem schönen Belgien, während dieser in der Instrumentenwerkstatt seines Vaters mit der Perfektionierung von Klarinette und Bassklarinette sein Brot und gleich auch das erste Patent verdiente. Auf Basis der gewonnenen Erfahrung mit diesen Rohrblattinstrumenten verwirklichte Adolphe schließlich den Prototypen seines ersten Saxophons, in der unmittelbar von der Klarinette inspirierten und daher naheliegenden Sopranbauweise. Mit diesem klanglichen Exoten im Gepäck und praktisch ohne Geld in der Tasche, machte er sich schließlich auf den Weg nach Paris, um für seine Neuentwicklung eine möglichst große Plattform zu suchen. Durch eine große Portion Glück und hilfreiches Vitamin B konnte der studierte Klarinettist schließlich in relativ kurzer Zeit namhafte Persönlichkeiten der französischen Musikszene, wie Jaques Fromental Halévy, Daniel-François-Esprit Auber und auch Hector Berlioz von seiner Erfindung begeistern. Steigendes Interesse und ein immer größer werdender Zuspruch motivierten ihn schließlich dazu, mitten in Paris eine Manufaktur für Blasinstrumente zu etablieren, in welcher er, neben optimierten Eigeninterpretationen von Trompete, Horn und Tuba (naheliegender und zusammenfassender Weise Saxhörner genannt) und Aida-Trompeten für Giuseppe Verdi, insgesamt acht verschiedene Saxophon-Modelle vom Sopranino bis hin zu Kontrabass und Subkontrabass(!) realisierte.

Dass sich das eigenwillige Instrument bis zum heutigen Tag immer noch wachsender Beliebtheit erfreut, liegt aller Wahrscheinlichkeit ebenfalls in seiner Entstehung begründet. Als Zwitterwesen zwischen Blech- und Holzblasinstrument war das Saxophon von Beginn an zum tabulos musikalischen Grenzgänger bestimmt. Mit keinem Stil und keiner Spielweise verheiratet, fiel es sozusagen bereits mit der Geburt aus der musikalischen Tradition heraus und nutzte so eine nicht allzu oft vorkommende Chance: die der instrumentalen Selbstfindung. So zog das einzigartige Aerophon schließlich vor allem Instrumentalisten neuartiger Musik in ihren Bann. Egal ob Serielle Musik, Swing, Bebop oder Free Jazz, seine Wandelbarkeit, sowie die eng mit der Persönlichkeit des ausführenden Musikers verbundene Expressivität faszinierten bereits damals und bleiben bis zum heutigen Tag unerreicht. Kein anderes Blasinstrument kann so flüstern, singen oder unbarmherzig schreien wie das Saxophon.

Ob sein Konstrukteur und Erfinder den bis heute anhaltenden Siegeszug seines Instruments in dieser Form vorausgesehen hat? Wir wissen es nicht! Festzuhalten bleibt, dass sich der bis heute ungebrochene Erfolg der Saxophon-Familie letztlich auch auf die mutigen Entscheidungen von nachfolgenden Instrumentenbauern wie Henri Selmer stützt, welche nicht nur bereit waren das technologische Erbe von Adolphe Sax anzutreten, sondern darüber hinaus auch nicht müde wurden, eines der faszinierendsten Blasinstrumente der Welt konsequent weiterentwickelten.

In diesem Sinne: Joyeux anniversaire!


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Sax im Kopf – Neurophysiologie und Musik

Sax im Kopf

Sax im Kopf – Neurophysiologie und Musik

Ein Beitrag von Markus Thiel

Wie viel das klappenreiche Blasinstrument bereits durch seinen Schöpfer Adolphe Sax mit dem Thema Körper und Geist verbindet, dürfte vielen Saxophonisten gar nicht bewusst sein. Neben der Kreation eines modernen Instrumentenklassikers, erfand Sax mit der Goudronniére wenig später nämlich auch noch ein medizinisches Inhalationsgerät zur Behandlung von Lungenkrankheiten. Dass sich regelmäßiges Spiel eines Blasinstruments unmittelbar auf Kondition und Gesundheit von Zwerchfell und Lunge auswirkt, ist mittlerweile nicht nur durch medizinische Untersuchungen, sondern auch im tausendfachen Selbstversuch lückenlos und zweifelsfrei belegt. Darüber hinaus hat die musikalische Betätigung aber auch direkte Auswirkungen auf Gehirntätigkeit und Psyche.

Für aktive Musiker dürfte es zwar nicht wirklich eine große Neuigkeit sein, aber aktives Musikmachen führt im Körper zu einer vergleichbar hohen Ausschüttung an Endorphinen, wie dies auch bei Sex, Sport, Essen und dem Konsum von Drogen der Fall ist. Gestützt durch die Ergebnisse aktueller bildgebender Verfahren, wie der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT), macht das Spiel von Saxophon und anderen Instrumenten demzufolge also nicht nur jede Menge Spaß, sondern auch wissenschaftlich belegt glücklich. Das ist aber noch längst nicht alles.

Musizieren ruft innerhalb des Gehirns durch neuronale Neuverschaltungen nachhaltige psychische Veränderungen hervor. In diesem Zusammenhang ließen sich in zahlreichen Versuchen beim Hören von Musik mehr als deutliche Unterschiede im Bereich der Hirnaktivität zwischen Musikern und nicht musizierenden Menschen ausmachen. Während bei Nicht-Musikern primär eine Aktivierung des rechten Schläfenlappens zu beobachten ist, reagieren ausgebildete Musiker mit Anspringen der linken Seite, welche das Gehörte über die Basisparameter wie Harmonie und Tonhöhe hinweg deutlich weitgreifender differenziert. Zudem wurde bei der Betrachtung von Hirnscans beobachtet, dass Instrumentalisten insgesamt über eine deutlich aktivere Verbindung beider Gehirnhälften verfügen. Das Erleben und Hören von Musik aktiviert aber nicht nur die mit dem Hören verknüpften Areale, sondern baut darüber hinaus auch Brücken in andere sinnliche Wahrnehmungsbereiche. Hier dürfte auch die Begründung für das bekannte Phänomen verortet sein, weshalb Musik auf besondere Weise im Stande ist, sich mit Situationen, Gerüchen, Geschmack, Farben und Formen zu verbinden, um in exakt dieser Kombination erinnert zu werden.

Aber auch die Art der Musik, die wir machen und hören, scheint in ihrem Einfluss auf die psychische Dimension eine besondere Rolle zu spielen. Bei einer am MPI Leipzig durchgeführten Vergleichsstudie zur Hirnaktivität von Klassik- und Jazzpianisten fiel auf, dass letztere aufgrund jahrelanger Improvisationspraxis nicht nur deutlich flexibler und schneller auf harmonische Änderungen reagierten, sondern ihr Gehirn Strategien insgesamt auch deutlich früher anzupassen begann, als dies bei den auf Struktur und Genauigkeit ausgerichteten “Klassikern” der Fall war. Die abverlangten psychischen Prozesse und deren neuronale Ausbildung differieren je nach Musikrichtung also mitunter gravierend.

Musikergehirne unterscheiden sich allerdings nicht von Geburt an von denen nicht musizierender Menschen. Die Differenzierung lässt sich stattdessen als direkte Folge einer ständigen und jahrelangen Beschäftigung mit der Musik und dem eigenen Instrument begreifen. So mehren sich beispielsweise Hinweise, dass Instrumentalspiel oder Gesang einen maßgeblichen und unmittelbaren Einfluss auf die Neuroplastizität ausübt, welche der Fähigkeit des Gehirns sich selbst zu modifizieren entspricht. Das Praktizieren von Musik scheint demnach exakt diese Neuvernetzung von Neuronen im besonderen Maße zu stimulieren und dadurch zu steigern. So deuten unterschiedliche Studien verstärkt darauf hin, dass Musikergehirne vor allem in jüngeren Jahren eine verbesserte Lernfähigkeit zum Beispiel im Bereich des Fremdsprachenerwerbs aufweisen. Ob Musik, wie vielfach (natürlich von Musikern – mit und ohne Sax) behauptet, tatsächlich schlau macht, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt. Dafür ist sie aber scheinbar im Stande, unsere Gehirne insgesamt flexibler zu machen, und unsere Gefühlswelten miteinander zu verknüpfen – und das ist doch auch schon mal alles andere als schlecht.


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„Saxophon spielen oder Saxophon sprechen – Parallelen von Sprache und Saxophonsound“

„Saxophon spielen oder Saxophon sprechen – Parallelen von Sprache und Saxophonsound“

Ein Beitrag von Dr. Alexander Rehm

„Du musst den Ton innerlich singen/sprechen, dann kannst Du ihn auch richtig spielen“ – ein Satz den so ähnlich wohl jeder, der ein Blasinstrument erlernt, von seinem Lehrer schon einmal gehört hat. Gibt es also eine direkte Wirkung unserer Stimmbänder auf den Ton und Sound beim Saxophonspiel? Ein klares Nein – Aber: der Mund-Rachenraum, der, neben der reinen Tonerzeugung durch die Stimmbänder, Sprache und Gesang erst möglich macht, ist in wesentlichem Maße verantwortlich für den Saxophonsound.

Insofern kann man sagen: „So wie man singt und spricht, so spielt man auch Saxophon und erzeugt seinen eigenen Sound.“ Das meinen die Lehrer mit obiger Aussage.

Doch a) wie hängt dies zusammen bzw. b) wieviel macht mein „Mund-Rachenraum“ am Sound aus und wieviel das Saxophon und das Set-up? Der letzte Punkt ist kaum zu beantworten, den das Set-up kann man einfach ändern (anderes Reed, anderer S-Bogen, anderes Sax), aber wie kann man den Mund-Rachenraum verändern und welchen Effekt hat das auf den Sound? Dazu gibt es im Folgenden einige Antworten auf Basis von Studien:

Die Formung des Mund-Rachenraums ist entscheidend, damit wir sprechen können. Allein um die Vokale „a, e, i, o und u“ aussprechen zu können, müssen wir unseren Mund-Rachenraum unterschiedlich „formen“. Dies kann jeder selbst erfahren, wenn er in monotoner Stimmlage (gleicher Ton) diese Vokale hintereinander spricht oder singt. Nur die Formung des Mund-Rachenraums macht ein „a“ zu einem „a“ oder ein „i“ zu einem „i“ – es ist nicht die Tonhöhe! Wir formen den Mund und generieren damit in unserem Mund-Rachenraum, der zwischen 14,5 und 17,5 cm lang ist, unterschiedliche Resonanzen die man „Formanten“ (kommt von „formen“) nennt. Das Zusammenspiel verschiedener Resonanzen ergibt den Klang, der dann beim Sprechen z.B. ein „a“ oder „i“ ausmacht. Aber auch „stimmlose Zischgeräusche“ (S-Laute) können wir durch die Formung des Mund-Rachenraums unterschiedlich erklingen lassen. Der „normale Mensch“ erzeugt bei der Aussprache der Vokale ca. 12 Resonanzen (= Formanten) im hörbaren Frequenzbereich (bis ca. 10.000Hz). Professionelle Tenorsaxophonspieler erzeugen in diesem Frequenzbereich ca. 14 Formanten – und zwar beim Saxophonspiel! Und diese Formanten sind fast sämtlich stärker ausgeprägt als beim Sprechen oder Singen.

Die zu diesem Thema durchgeführten Studien lassen folgende Aussagen zu:

  1. Beim Saxophonspiel nutzt der Spieler seinen Mund-Rachenraum, um Resonanzen/Formanten zu erzeugen, die wesentlich für den Saxophonsound sind.
  2. Generell verstärkt das Saxophon die Resonanzen, die durch Formanten erzeugt werden – das Saxophon ist also eine „hervorragende Schallröhre“!
  3. Einige Formanten werden auch durch das Set-up (Mundstück und S-Bogen) in Ihrer Ausprägung beeinflusst.
  4. Ein Großteil der Formanten wird allerdings vom Spieler allein durch Formung seines Mund-Rachenraums generiert.
  5. Ähnlich wie Zischlaute (z.B. das „S“ oder das „ch“) von hoher Bedeutung sind für die Sprache, so spielt auch das vom Spieler beim Saxophonspiel erzeugte „Rauschen“ (=Spielerrauschen) eine wichtige Rolle für den Sound.

Jeder Saxophonspieler nutzt den Mund-Rachenraum, um „seinen Sound“ zu erzeugen – und so wie jeder Mensch unterschiedlich ist sowohl in Bezug auf seine Anatomie, wie auch in Bezug auf seine Fähigkeiten, den Mund-Rachenraum kontrolliert zu formen, fällt jeder „Saxophonsound“ individuell aus.

Professionelle Saxophonspieler besitzen sehr weitgehende Fähigkeiten, Formanten unterschiedlich auszuprägen aber auch unterschiedliche Ausprägungen von Spielerrauschen zu erzeugen und sind damit in der Lage, „unterschiedlichste Sounds“ zu erzeugen.

Dr. Alexander Rehm

Sollten Sie Interesse an den Studien des Autors zu diesem Thema haben (pdf-Dateien), so können Sie diese per mail unter folgender Email abfragen: alexander_rehm@gmx.de


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Urlaub mit dem SAX! So kann’s gehen…

Urlaub mit dem SAX! So kann’s gehen…

Ein Beitrag von Markus Thiel

Während die meisten Menschen wohl nicht im Traum daran denken würden, ihr Arbeitsgerät mit in den Urlaub zu nehmen, halten es Musiker meist nur wenige Tage ohne ihr Instrument aus. Wenn auch Du zu dieser besonderen Spezies zählen solltest, die sich das Wort Entspannung ohne Klappen unter den Fingern nicht einmal vorstellen kann, werden Dich Themen wie sicherer Saxophon-Transport und Maße und Gewicht beim Handgepäck spätestens in der letzten Woche vor dem Abflug zum Reiseziel abrupt einholen.

Jenseits der Größe eines gebogenen Sopransax oder der Behelfs-Bambusklarinette fangen die Unannehmlichkeiten nämlich meist schon an. Falls Du schon einmal mit stockendem Atem dabei zuschauen durftest, wie Gepäckstücke beim Beladen des Ferienfliegers die ein oder andere Distanz gänzlich ohne Bodenhaftung samt g-Kraft-Test überwinden, weißt Du auf einmal sehr genau, wie und wo Du Dein wertvolles Instrument während der Reise nicht transportieren möchtest. Eine Mitnahme von Alt- oder Tenorsaxophon in der Kabine ist allerdings in den meisten Fällen stark von der Kulanz der einzelnen Airlines abhängig. Während Billigflieger ihren Kunden mittlerweile für den Transport eines die Höchstmaße für Handgepäck übersteigenden Instruments im Fluggastraum die Buchung eines zusätzlichen Sitzplatzes nahe legen, verhalten sich Premium-Airlines wie die Lufthansa oder British Airways deutlich kooperativer. Letztere erlaubt sogar explizit Instrumente samt Case bis zu einer Größe von 80 x 30 x 25 cm. Eine Mitnahme weiterer Handgepäckstücke ist dann aber in den meisten Fällen, abseits von kleinformatigen Handtäschchen, tabu. Beim Billigflieger easyJet geht mit 120 x 38 x 30 cm sogar noch ein ganzes Stückchen mehr, wodurch man um ein Haar fast schon mit einem Bariton Saxophon im schlanken Case auf der sicheren Seite gewesen wäre. Leider liegt die Mitnahme in Abhängigkeit zum Platzangebot der eingesetzten Maschine letztlich im Ermessen des Piloten, und kann daher vor der Reise von Seiten der Fluggesellschaft weder garantiert noch zugesagt werden. In einem solchen Fall bleibt dann, abgesehen von der Möglichkeit mit einer Menge Frust und Wut im Bauch am Boden zu bleiben, nur noch der Versuch spontan einen möglicherweise noch freien Sitzplatz für sein Altsax oder Tenor zu ergattern.

Für den Fall, dass alle Stricke reißen oder der Urlaub ohne Basssaxophon einfach nicht denkbar erscheint, gibt es dennoch ein paar Vorkehrungen, welche die Überlebenschancen des eigenen Instruments im Bauch eines Jumbo zumindest deutlich erhöhen. Abgesehen von der dringend empfohlenen Verwendung eines perfekt passenden und stabilen Flight-Case, kann es darüber hinaus von Vorteil sein die Klappen deines Saxophons fachmännisch und spielfrei zu verschließen, ähnlich wie dies bei Neuinstrumenten auch vor dem ersten Versand durch den Hersteller mit traditionell Verwendung findenden Korkkeilen der Fall ist. Auf diese Weise wird vor allem bei der Landung eine übermäßige mechanische Belastung und ein mögliches Verziehen der beweglichen Teile am effektivsten vermieden. Wenn Du mehr zum Thema Verkorken oder einer alternativen Methode erfahren möchtest wie Du dein Instrument noch reisetauglicher machen kannst, wende dich gerne rechtzeitig per Mail oder Telefon an dein SAXOPHONIC-Team.

Aber was ist, wenn das gut verpackte Musikinstrument im Rumpf des Fliegers trotzdem Schaden nimmt? Laut dem Montrealer Übereinkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Vorschriften über die Beförderung im internationalen Luftverkehr sind Reparatur oder Ersatz bis zu einer Haftungshöchstgrenze (z.Zt. 113.100 SZR) und bei nachweisbar unsachgemäßen Behandlung in unbegrenzter Höhe durch die Airline zu begleichen. Trotz dieses Umstandes solltest Du das unersetzliche Erb- oder Sammlerstück während des Urlaubs doch besser zu Hause oder an einem anderen sicheren Ort belassen.

Weitaus unkomplizierter geht es natürlich bei der Fahrt mit Bahn, Bus oder PKW zu. Oder wie wäre es denn mal mit einer Urlaubsreise komplett ohne SAX…

…ach nee, lieber doch nicht!


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RECHT und RÜCKSICHT! Wissenswertes über Hausmusik und Lärmbelästigung

RECHT und RÜCKSICHT!!! ….Wissenswertes über Hausmusik und Lärmbelästigung

Was machst Du, wenn die eigene Musikbegeisterung nicht von allen Nachbarn geteilt wird, Du aber üben möchtest und es einfach liebst, Saxophon zu spielen?

Weil wir immer wieder mal darauf angesprochen werden, möchten wir hier gerne mit Dir teilen, was wir zum Thema Ruhestörung und Lärmbelästigung durch Musizieren vor dem Hintergrund RECHT und RÜCKSICHT herausgefunden haben.

Erst mal zum Thema RECHT

So viel sei schon mal vorab gesagt: Egal ob Du Anfänger oder Profimusiker bist, grundsätzlich gilt: Hausmusikanten dürfen ihrem Talent nachgehen! Es gibt ein Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit!

Die Vorschriften wann Ruhezeiten einzuhalten sind, sind in den verschiedenen Bundesländern allerdings unterschiedlich geregelt. Um das zu verdeutlichen hier eingangs exemplarisch und stark gekürzt mal drei Bespiele:

  1. Nordrhein Westfalen: Nach § 9 des Landes-Immissionsschutzgesetzes NRW sind alle Tätigkeiten untersagt, die geeignet sind, die Nachtruhe in der Zeit von 22 bis 6 Uhr zu stören
  2. Bayern: Lärmbelästigungen werden nach § 117 des Ordnungswidrigkeitsgesetzes behandelt. Die Ruhezeiten jedoch legt jede Stadt/Gemeinde selbst fest. Bsp. München: Die Musiklärmverordnung legt eine Nachtruhe zwischen 22 und 7 Uhr UND eine Mittagsruhe zwischen 12 und 15 Uhr fest.
  3. Brandenburg: Von 22 bis 6 Uhr ist jegliche Lautstärke verboten, welche die Nachtruhe stören. Hinzu gibt‘s hier noch die Ruhezeiten zwischen 22 und 8 Uhr UND zwischen 13 und 15 Uhr, SOWIE ein besonderes Ruhebedürfnis an Sonn- und Feiertagen.

Häufig sind darüber hinaus Vereinbarungen zu den Ruhezeiten in der Hausordnung und oder im Mietvertrag festgelegt. Diese können die allgemeinen Vorgaben von Bundesland oder Stadt noch konkretisieren. Die nächtlichen Ruhezeiten ergeben sich allerdings unmittelbar aus gesetzlichen Vorschriften, den Immissionsschutzgesetzen der Länder. Die Mittagsruhezeiten basieren hingegen in der Regel auf Hausordnungen und Mietvertragsvereinbarungen. Jedoch, nicht alles was in einem Mietvertrag festgelegt ist, muss auch rechtens sein. Die Gerichtsurteile weiter unten können da etwas Orientierung geben.

Übrigens: Während der festgelegten Ruhezeiten ist nur Zimmerlautstärke gestattet. Als Zimmerlautstärke hat das Gericht 40 Dezibel über Tag und 30 Dezibel während der Nachtzeit festgelegt. Der durchschnittliche Schallpegel von Klavier, Geige und Flöte liegt bei 80-86 db, Trompete und Schlagzeug liegen mit um die 90db im Bereich von Presslufthammer + Motorsäge
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/urteile-zu-hausmusik-jetzt-aber-ruhe-1.2231673

Und wir haben mal bei SAXOPHONIC im Selbstversuch die Dezibelzahl beim Saxophonspiel mit einer app ermittelt.
Sowohl im großen store – Raum als auch in der Anspielkabine sind wir mit einem Altsaxophon und mit einem Tenorsaxophon auf eine Dezibelzahl von 95-105 gekommen

Apropos, das Gericht hat festgelegt……nachfolgend ein paar Gerichtsurteile zum Thema Hausmusik, Musizierzeiten und Profimusiker:

Und wenn sich der Profimusiker die Hausmusik und den Musikunterricht im Mietvertrag hat erlauben lassen? ….Dann sieht die Sache schon ein bisschen anders aus.

  • Das Landgericht Frankfurt (2/25 O 359/89) entschied vor langer Zeit, dass eine Klavierlehrerin werktags zwischen 7 und 17 Uhr spielen dürfe. Zwischen 17 und 22 Uhr dürfe sie nochmals drei Stunden ans Klavier. Nur am Wochenende müsse sie sich mit fünf Stunden begnügen. Das Landgericht Flensburg (7 S 167/92) erlaubte der Familie eines Berufsmusikers Geige, Violine, Bratsche oder Cello täglich acht Stunden lang zu spielen, an Sonn- und Feiertagen nur sechs Stunden. Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/urteile-zu-hausmusik-jetzt-aber-ruhe-1.2231673

Also, Du merkst schon, so ganz eindeutig und klar ist die ganze Sache mit der Überei und den Nachbarn nicht. Es ist daher ratsam, dass Du Dich über die Verordnungen informierst, die dort gelten wo Du üben möchtest.

Als Essenz aus der ganzen hier zusammengetragenen Verordnungsbandbreite möchten wir aber mal mit Vorsicht und vorbehaltlich der eigenen Überprüfung behaupten, dass Du als Saxophonist niemanden verärgern sollest, wenn Du nicht mehr als 2 Std. täglich Saxophon spielst und am Sonntag nicht mehr als 1 Std. und dabei großzügige und freundliche Ruhezeiten einhältst wie z.B. werktags Mittagsruhe von 12 – 15h + Nachtruhe von 20 – 8h, sonntags Mittagsruhe von 12 – 15h + Nachtruhe von 19 – sonntäglichen 😉 10h einhältst. Diese Aussage entspricht unserer ganz persönlichen Essenz und stellt ausdrücklich keinerlei Rechtsberatung dar!

Neben RECHT gibt es auch noch RÜCKSICHT

Und wenn es Dir gar nicht um Recht geht und Du auch der Meinung bist, dass es innerhalb einer Gemeinschaft eh im Sinne aller ist, Rücksicht zu nehmen, dann hätten wir hier auch noch ein paar Impulse zu Alternativen 😉

  • Städte und Gemeinden bieten oft spezielle Probenräume an. Entweder findest Du diese auf der Homepage Deiner Heimatgemeinde oder rufst einfach beim Rathaus an und fragst nach. Manchmal bieten auch Volkshochschulen oder kulturelle Begegnungsstätten solche Probenräume an und Du kannst dort saxophonieren. Teils sogar kostenlos, meist aber gegen einen geringen Beitrag.
  • Die nächste Möglichkeit ist bei Musikschulen anzufragen. Selbst wenn Du dort keinen Unterricht nimmst, findet man manche Musikschulen, die ihre Proberäume Hobby- und Profispielern zur Verfügung stellen. Hier musst Du ggf.mit etwas höheren Nutzungskosten rechnen.
  • Wenn Du einen festen Saxophonlehrer hast, frag ihn, vielleicht hat er einen Raum für Dich. Selbst wenn er Dir keine eigenen Räume anbieten kann, kannst Du von ihm vielleicht wertvolle Hinweise bekommen.
  • Vernetze Dich mit anderen Musikern. Diese Musiker müssen keine Saxophonisten sein. Musik hat immer eine verbindende Wirkung – nutze diese. Die Möglichkeiten, die sich Dir hier eröffnen können, sind teils unerwartet und meist unplanbar. Vielleicht hat einer Deiner Musikerfreunde ein ländlich gelegenes Haus oder eine beheizbare Laube, wo es niemanden in direkter Nachbarschaft gibt.
  • In den wärmeren Monaten einfach mal zum Lieblingsplatz in der Natur gehen, einem Waldsee oder einer schönen Wiese – die Natur musiziert auch ständig, vielleicht findet Ihr gemeinsam eine Melodie oder improvisiert Euch zusammen oder Du übst Dich darin, Dich nicht ablenken zu lassen.
  • Bunker mieten – sowas geht auch als Proberaum. Das BGZ (Bunker Gemeinschaftszentrum) bietet das im gesamten Ruhrgebiet seit 1975 als Musikproberäume an. Hier findest Du eine Übersicht und Belegungsplan http://www.musikprob.de/

Vieles ist vorstellbar!

Und wenn Du noch weitere Ideen dazu oder Erfahrungen mit anderen ÜbeMöglichkeiten gemacht hast, lass es uns bitte wissen, damit wir das als Impulse an andere Saxophonisten weitergeben können. Teilen macht Freude 😉


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Sich entwickelnde Spielfreude oder gehemmter Forscherdrang – was die Qualität eines Leihinstrumentes ausmacht.

Sich entwickelnde Spielfreude oder gehemmter Forscherdrang – was die Qualität eines Leihinstrumentes ausmacht.

Wenn wir sehr begabte SAXOPHONICer, begeisterte SAXOPHONICer oder Profi-SAXOPHONICer fragen, mit welchem Instrument sie angefangen haben, bzw. welches Instrument mit ihnen gemeinsam die ersten Lektionen Sax-Unterricht verbracht hat, dann glaubst Du nicht, wie viele etwa das sagen: „Mein erstes Saxophon? Oh, das hat bei mir zu Hause noch immer ein schönes Plätzchen…“ oder sogar auf das Sax zeigen, welches sie gerade spielen. Bei Reiner ist das auch nicht viel anders, sein erstes Horn wird er immer im Herzen tragen. Ja, es gibt sie durchaus, die Menschen, die mit einem „Porsche“ ihre Saxophonaktivitäten beginnen, sie sind noch nicht einmal die goldene Ausnahme. Es ist aber auch absolut kein Muss gleich mit einem Porsche loszufahren.

Uns begegnen eben neben den gerade genannten auch immer wieder viele Menschen, die erzählen, dass sie auch „mal als junger Mensch angefangen haben Saxophon zu spielen“ und wenn man dann fragt, warum das nicht weiter verfolgt wurde, gibt es die verschiedensten Gründe dafür. Wenn wir aber exakt diese Menschen auch fragen, welches ihr erster Saxophon-Spielbegleiter war, dann kommt oft: „Ach, weiß ich nicht, irgendein Leihinstrument!“.

Also, stellt sich hier die Frage, gibt es da einen Zusammenhang zwischen einem Leihsaxophon und der Unlust am Weitererlernen eines der für uns alle schönsten Instrumente überhaupt.

Es ist sehr verständlich, dass eine Familie erst einmal austesten will, ob der junge Sax-Eleve überhaupt beim Spielen bleiben möchte. Das gleiche gilt natürlich auch für einen Erwachsenen, der sich musikalisch ausprobieren möchte. Wir aber empfehlen, dass das nicht über ein Schulleihinstrument (und schlimmer noch über ein Billigimportsaxophon mit einem Branding, das kein Mensch kennt) passiert. Immer wieder hören wir hier seit mehr als 10 Jahren die Geschichten von frustrierten Schülern die letztlich irgendwann die Lust verloren haben. Wir würden allesamt staunen, welches Potential da verborgen liegt, wenn es diesen Materialfrust nicht noch zusätzlich zu der Herausforderung eine neue Fähigkeit zu entwickeln gäbe.

Ein exzellenter Saxophonhändler (wir als SAXOPHONIC zum Beispiel 😉 ) verfügt über Anspiel- oder Proberäume. Komm einfach zu uns und nutze diese Räume um die ersten Kontakte mit einem geeigneten Instrument zu machen.

Auch bieten wir die Möglichkeit eine SchnupperSaxStunde zu vereinbaren. Du wirst in einer solchen Stunde in jedem Fall ein Gefühl für das Instrument bekommen und erste Töne produzieren. Diese Termine finden außerhalb der regulären Öffnungszeiten statt und werden individuell vereinbart. Das machen wir so, damit Du Dich ganz ungestört fühlen kannst und Reiner Dir voll und ganz persönlich zur Seite stehen kann.

Nimm Dir Zeit und Muße. Du kannst unsere Räume und uns auch öfters besuchen um Unsicherheiten hinter Dir zu lassen. Und was keinesfalls ein Problem ist, ist, wenn Du sagst: „Nö, Saxophone, ach lassen wir es doch besser. Das ist nix für mich.“

Wenn Dein Vorhaben, Saxophon spielen zu lernen besteht, werden wir Dir kompetent helfen zum richtigen Saxophongefährten zu finden. Es gibt immer eine gute Alternative zum Schulleihinstrument.

Ein führender Händler wie wir, hat nicht nur Neuware, sondern immer auch gebrauchte Saxophone in besserer bis bester Qualität vorrätig. Wir haben diese generalüberholt, eingestellt oder durchgecheckt und allen die Liebe und Kompetenz zuteil werden lassen, die wir auch zertifizieren.

Ein Mietkauf oder Mietsystem bieten wir als weitere Alternative ebenfalls an. Dabei handelt es sich dann, genau wie bei den gebrauchten Saxophonen, um ordentlich eingestellte, überholte oder gewartete Instrumente, die Dich nicht gleich schon zu falscher Atmung, zu falschen Griffen oder zu falschen Abläufen nötigen, um die Materialschwäche zu kompensieren.

Wir alle wissen eigentlich ganz genau…… alles was uns Spaß macht, wo wir ein Gefühl von Selbstwirksamkeit haben, wo wir unseren Bemühungen entsprechend auch persönliche Erfolge empfinden, da bleiben wir gerne dabei, das möchten wir öfter machen, da kann sich spielerisch Freude entwickeln. Und alles was uns dauerhaft frustriert, wo wir uns mühen, abmühen, verzweifelt versuchen und dennoch kein Zufriedenheitsgefühl erlangen, ja vielleicht sogar noch Schuldzuweisungen bekommen, da verabschiedet sich der Forschergeist allmählich. Das sind Erlebnisse, die möchten wir früher oder später ganz aus unserem Leben verbannen. Zu Recht.

Lernen darf Spaß machen!

Hier noch eine wunderbare Ergänzung zum Thema, die für kleine und große Menschen ganz grundsätzlich gilt. Das geht uns alle was an, egal ob wir (Saxophon-)schüler oder Lehrer oder Eltern oder Mensch in dieser Gesellschaft sind – denn mit Begeisterung geht Lernen einfach am besten und vor allen Dingen auch nachhaltig. “Wie lernen am besten gelingt” von Prof. Dr. Gerald Hüther – einem bekannten Hirnforscher, der das Wesentliche einfach gut transportieren kann.


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Synästhesie – Töne sehen – eine bunte Gabe

Synästhesie - Töne sehen- eine bunte Gabe

Synästhesie – Töne sehen – eine bunte Gabe

Heute möchten wir Dich auf eine ganz besondere Fähigkeit aufmerksam machen, der „Musik-Farben-Synästhesie“. Wir möchten Dich ein wenig darüber informieren und Dich unbedingt und von Herzen einladen uns davon zu erzählen, wenn Du über diese seltene Begabung verfügst.

Synästhesie bedeutet aus dem Altgriechischen übersetzt etwa „gleichzeitige Wahrnehmung“. Es geht hier meist um die Verbindung getrennter Bereiche der Sinneswahrnehmung. Bei Synästhesie gibt es eine gewisse Familienhäufung, d.h., dass ein beträchtlicher Teil von Synästhetikern eng mit weiteren Synästhetikern verwandt ist, oft jedoch ohne es zu wissen. Denn viele Synästhetiker haben schon in der Kindheit gelernt nicht über ihre Eindrücke zu sprechen um nicht von der “Norm” abzuweichen.

Eine Form der Synästhesie, die gerade uns Saxophonfreunde fasziniert ist die „Musik-Farben-Synästhesie“.

Menschen die Musik auch als Farbe wahrnehmen sind zwar selten aber verfügen über eine ganz besondere Begabung. Eine Begabung, die ihnen Sinneseindrücke beschert, die den meisten Menschen verwehrt bleiben. Ein Beispiel wäre, ändert sich ein Ton oder ein Akkord, dann passt sich auch die synästhetisch empfundene Farbe beziehungsweise Farbkombination an. So können Musik-Farben-Synästhetiker ganze Musikstücke wie Gemälde sehen. Eine derart wahrgenommene Melodie ist am einfachsten mit einem abstrakten und lebendigen Bild zu vergleichen. Es sei aber schwierig weiterzugeben, erklären die meisten Menschen die die Gabe zur Musik-Farben-Synästhesie haben. Neue wissenschaftliche Forschungen haben ergeben, dass im Gehirn Areale angesprochen werden, die sonst beim Sehen in Bezug auf die Beurteilung der Farbigkeit einer Oberfläche aktiv sind.

Eine Verbindung zwischen Tastsinn und Hören ist eine Form des Erlebens von Musik, die die meisten von uns kennen. Vielleicht beschert uns das einen kleinen Einblick in die Welt der Synästhetiker. Fast jeder Musiker kann von sich sagen, dass er sich beispielsweise von einer ganz besonderen Interpretation eines Stückes wie gestreichelt fühlt. Dieses Gefühl ist sehr schwer zu vermitteln, wenn das Gegenüber dies so noch nicht erleben durfte. Sehr ähnlich schwierig erklärbar ist der Bereich des Tönesehens.

Ein Ton muss nicht immer dieselbe Farbe haben, wenn ein Synästetiker diesen sieht. Ein Ton kann hart und sanft angespielt werden, somit kann ein F ein warmes Weinrot hervorrufen oder ein schrilles Pink. Der Kontext des Tones spielt für viele eine große Rolle. Andere Synästhetiker sehen Farben und Formen gleichzeitig. So kann sich ein C in einem funky gespielten Stück in einem spitzzulaufenden zitronengelben Keil formen und sich ein C in einem chilligen Song wie eine quittengelbe wabernde Seifenblase darstellen.

Synästhetiker finden meistens besondere Entspannung darin, sich sowohl den Klängen von außen, als auch dem Farben- und Formenrausch von innen her hinzugeben. Wir finden, dass Synästhesie eine Gabe ist, die den musikalischen Horizont bunt erweitert.


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Dokumentiere den Wert Deines Saxophons

Hast Du schon entdeckt, dass wir Dich jetzt mit unseren SAXOPHONIC Zertifikaten dabei unterstützen, den Wert Deines Saxophons zu dokumentieren?

Wir bietet schon lange die verschiedensten Werkstattleistungen rund ums Saxophon an. Wir sind stolz darauf zu wissen, dass unsere hochwertige Handwerkskunst oft ein Kauf- und Wiederverkaufsargument ist.
Weil es uns ein Anliegen ist, dass Du die Wertigkeit Deines Saxophones jederzeit dokumentieren kannst, erhältst Du, ob bei der Generalüberholung, Premium Generalüberholung oder beim Neukauf, in Zukunft immer das entsprechende Zertifikat von uns.

Bei allen Saxophonen, die von uns restauriert wurden, weist dieses Zertifikat den liebevollsten und hochwertigen Restaurationsaufwand durch SAXOPHONIC aus.
Denn – es wichtig zu wissen, dass schon beim Kauf eines Saxophones die Wertigkeit davon bestimmt wird, wie hochwertig und liebevoll es in einer Fachwerkstatt eingestellt wird. Dies gilt gleichermaßen für ein neues wie auch gebrauchtes Instrument.

Wenn Dein Instrument in Gebrauch ist, ist es wichtig, dass es über die Jahre hinweg gründlich und regelmäßig gepflegt wird und dazu auch behandelt wird wie ein Schatz.
Es ist wunderschön zu sehen, wie Menschen Freude am Spiel mit dem Sax haben und es gleichzeitig sorgsam und achtsam damit umgehen. Genau so legitim ist es auch, ein Saxophon höchster Qualität als Liebhaberstück aufzubewahren und sich an seiner Schönheit und technisch-handwerklichen Ästhetik zu erfreuen.

So oder so, wie bei allen Sammler- und Wertstücken spielt der Zustand des Saxophones die Hauptrolle was den Werterhalt und die Wertsteigerung angeht. Gerade beim Kauf eines gebrauchten Saxophones entscheidet neben der Marke im Wesentlichen auch der Zustand über den Wert des Instruments.


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Wissenswertes für alle Saxophon spielenden Hundemenschen

Hunde und Saxophon Musik

Wissenswertes für alle Saxophon spielenden Hundemenschen

Das ist vielleicht mal ganz interessant für Dich, wenn Du zu den Saxophon spielenden Hundebesitzern zählst.

Durch unseren GeschäftsHund Cabouse, das ist der freundliche blonde Große, wissen wir, dass viele unserer Kunden einen oder mehrere Hunde in ihren Familien haben.

Wir sind daher mal der Frage nachgegangen, was Musik, auch auf Saxophon bezogen, mit Hunden so macht.

Nach wissenschaftlicher Auswertung reagieren etwa 58% der Hunde in irgendeiner Form auf Musik. Grundlegend ist zu beachten, dass hierbei Hunde gemeint sind, die an alle Umgebungsgeräusche gewöhnt, gut sozialisiert und seelisch/körperlich gesund sind.

Nicht alle akustischen Reize werden gleich unwohl oder wohl empfunden. Ein Hund der sich bei Böllern ängstlich vermeidend zeigt, kann durchaus Saxophonmusik lieben und umgekehrt.

Hunde hören Frequenzbereiche von etwa 15 – 50.000 Hz, wir Menschen nur ungefähr 20 -20.000 Hz. Das heißt Hunde hören Dinge, die wir niemals hören werden.

Töne mit mehr als 2900 Hz und weniger als 9500 Hz können bei Hunden besondere Emotionen hervorrufen. Das könnte an den ersten entscheidenden Lebenswochen liegen, in denen die Wurfgeschwister und Mutter in teils hochfrequenten Tönen miteinander kommunizieren. Das entspricht beim Saxophon dem Bereich der unteren Höhen bis ca. in den Bereich des Superhochtons.

Die Universität Arkansas konnte über die Messung von Stresshormonen im Hundespeichel feststellen, dass 75% der Hunde länger anhaltende monotone Töne mit mehr als 7000 Hz bereits als stressig empfinden und wenn es über den Bereich von 15000 Hz hinausgeht annähernd 100% aller Hunde.

Ein weiterer Fakt ist, dass Hunde eine hohe Lautstärke noch weitaus lauter und  intensiver empfinden als wir. Wissenschaftliche Aussagen sprechen vom vierfachen des menschlichen Lautstärkeempfindens.

Es kommt aber nicht nur auf die Lautstärke oder auf die Frequenzbereiche der Musik an. Die Hochschule Prag hat festgestellt, dass Hunde sich sehr über Rhythmen beeinflussen lassen. Besonders erregt wurden die Hunde einer Testgruppe, die Naturrythmen, Hardrock und Freejazz ausgesetzt waren, besonders beruhigend wirkten langsam temperierte Marschmusik und klassische Musik mit ruhigem ausgeglichenem Rhythmus.

Was das Heulen und Singen bedeutet, welches Hunde anstimmen, wenn ganz bestimmte Frequenzen vorliegen, das weiß die Wissenschaft relativ genau. Das nennt man „Kontaktheulen“. Ob es vom Tier als positiv oder negativ empfunden wird, ist sehr individuell, denn es kann ein freudiges oder auch ein zwanghaftes Mitheulen sein. Es geht in jedem Fall um Verbundenheit, um die Kontaktaufnahme zum Sender der Frequenz.

Immer wieder begegnet man Hunden, die durchaus begeistert von Musik sind und „mitsingen“, wenn wir Saxophon spielen. Beispielsweise Mozart hatte eine Foxterrier Dame von diesem Schlag. Dieser Hund scheint echtes Glück gehabt zu haben, dass er ausgerechnet bei Mozart gelandet ist. Aber auch unsere Fini, Gott hab sie selig, hat ein sauber klingendes A gemeinsam mit Reiner mit angestimmt.

Was ist also unser Fazit? Beobachte Deinen Hunde, schenk ihm Rückzugsmöglichkeiten und lass ihn selbst entscheiden!


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Sanfte Töne für die Kinder dieser Welt

Sanfte Töne für die Kinder dieser Welt

Dieses Thema beschäftigt uns gerade aus gegebenem Anlass voranschreitender Großelternschaft.
Im Rahmen dessen sind wir bei wissenschaftlichen Berichten auf Aussagen gestoßen:

  1. dass vor der Geburt gehörte Geräusche Einfluss auf das spätere Verhalten haben
  2. dass ungeborene Wesen mit allen Sinnen wahrnehmen
  3. und dass für eine gesunde Entwicklung das direkte Erleben des Babys von  Umwelteinflüssen wesentlich ist

Speziell zu der Auswirkung von Musik auf so einen zarten ungeborenen Zauberling gibt es wohl zahlreiche Theorien und wir selbst sind nur begrenzt Wissenschaftler auf diesem Gebiet. Eher und nicht minder wichtig sind wir allerdings langjährige Selbsterforscher und Begleiter von zahlreichen Musikern und somit Träger der Erfahrungen, die damit einhergehen. Auf Grund dessen sind wir überzeugt davon, dass ganz einfach ausgedrückt über Töne Gefühle transportiert werden und, dass Töne, und darüber hinaus ja auch bestimmte Frequenzen und Schwingungen beim Empfänger wiederum Gefühle auslösen.

Ein ungeborenes Wesen kann bereits ab dem 4. bis 5. Monat hören. Die Welt die das Ungeborene umgibt, ist sehr reich an akustischen Reizen. Die mütterliche Stimme überdeckt dabei die Körpergeräusche der Mutter und die natürlich vorhandenen Geräusche des Lebens.

Die Pränatalpsychologie beschäftigt sich mit der „aufregenden Lebensreise die schon vor der Geburt beginnt“. Wir möchten uns an dieser Stelle dem Teil widmen, der sich mit der akustischen Welt befasst.

Zu den Körperfunktionen mit wichtiger akustischer Bedeutung  zählt erwiesenermaßen der Herzschlag und die Atmung der Mutter, sowohl Rhythmus als auch Frequenz prägen uns alle unser ganzes Leben lang. Solange Atem- und Herzrhythmus der Mutter im gewohnten Bereich sind, befindet sich das ungeborene Kind im Wohlfühlmodus und auch im späteren Leben wird sich Entspannung bei dieser Urmelodie des Lebens einstellen. Aber nicht nur der Herzrhythmus der Mutter wird erlebt, sondern ein ganzes Spektrum zwischen laut und leise und zwischen hoch und tief. Diese Erfahrungen münden später in das Melodieverständnis.

Außentöne werden zwar durch den mütterlichen Körper gefiltert und gedämpft, sie dringen aber an das Ohr des Kindes. Niedrigfrequente Hintergrundgeräusche können gemeinsam mit der Mutterstimme so gesehen als „Musik“ bezeichnet werden. Die Zeit in der Gebärmutter dient dabei als perfekte Lehrzeit unserer Klangwelt.  Laute, Worte, Klänge, Töne und Geräusche bestehen dabei immer aus denselben Bausteinen und zwar aus: Rhythmus, Dynamik, Klang, Melodie und Form – Elemente aus denen jede Musik besteht, die jemals gespielt und gehört wurde.

Wir wären nicht SAXOPHONIC, wenn wir uns ausschließlich mit dem wissenschaftlichen Teil dessen was Musik dem ungeborenen Leben schenkt beschäftigen! Auch wenn es uns mehr als entzückt, dass sich die Wissenschaft ganz und gar sicher ist, dass Mozarts „kleine Nachtmusik“ oder chillige Loungeklänge ohne wummernden Bass viele positive Geschenke für Mutter und Kind bereit halten.
Weiche musikalische Klänge fördern nun mal Intelligenz und Herzensbildung  und das bereits im Mutterleib.

Wir, die wir die Musik und Saxophone so lieben, wie Ihr……..sind uns sicher, dass die Liebe das größte Geschenk unter uns Menschen ist –  ob wir nun schon geboren sind oder uns noch wohlig warm im Mutterschoße befinden.

Womit kann ich also einem Wesen Liebe schicken, was noch geschützt vom Körper der werdenden Mutter umarmt wird? Ich kann ihm positive Energie schicken, dies kann ich ausschließlich mit dem Herzen tun. Musiker werden bestätigen, dass das was sie machen, wenn sie musizieren aus dem Herzen kommt.

Wir laden Euch ein, tut es uns nach, schenkt euren Töchtern und Söhnen, Enkelinnen, Neffen, Herzensfamilienmitgliedern immer so viel Liebe wir ihr könnt, denn Liebe lässt sie wachsen. Und wenn Ausdruck Eurer Liebe ein sanftes Abendständchen mit Eurem Saxophon ist, dann musiziert mit einem Herzen voller Liebe für den zukünftigen Weltbewohner!

 


Saxophonic

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