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    Workshops

    „Messbar! – Akustischer Fingerabdruck von Saxophon und Spieler“ mit Dr. Alexander Rehm – Impressions

    Was für ein Workshop – Fazit: Das Ziel ist „Die perfekte Welle bei 3000“

    Hier wieder mit wunderbaren Eindrücken, die Felix Burandt fotografisch so gekonnt eingefangen hat.

    Der Workshop mit Dr. Alexander Rehm zum Thema „Akustischer Fingerabdruck von Saxophon und Saxophonspieler*inn“ war speziell. Es ging darum sich dem Thema Sound von einer messbaren und darstellbaren Ebene zu nähern, um daraus Erkenntnisse für sein eigenes Spiel zu gewinnen.

    Eine Beschreibung zu den Erlebnissen im Rahmen des Workshops und auch eine kurze Erläuterung zu den Testaufnahmen, welche vor dem Workshop gemeinsam mit Dr. Matthias Keidel durchgeführt wurden, findest Du unterhalb der Bildergalerie.

    Ich habe völlig vergessen, mich für diesen interessanten und tollen Workshop zu bedanken. Also: Danke, das habt ihr toll organisiert. Ich finde, ihr seid nicht nur ein wichtiger Laden für Saxophone und Zubehör, ihr seid wirklich ein Zentrum für Frderung und Weiterbildung für Saxophonisten geworden, mit euren Workshops und eurem Rundbrief.

    Uwe

    Dem Workshop vorangegangen war am selbigen Tag eine Testreihe, die Dr. Alexander Rehm als Biophysiker zu wissenschaftlichen Studien für sein Institut für Soundanalyse (hier sein Beitrag aus unserem SAXOmagazin) zusammen mit Dr. Matthias Keidel in den Räumlichkeiten von SAXOPHONIC mit einer Auswahl von den hiesigen Instrumenten durchgeführt hat. Matthias ist unter anderem Profimusiker, Saxophonist und Sänger und als solcher war er genau der richtig Mann für die Anforderungen an den Spieler bei den Aufnahmen.

    Jene Testmöglichkeiten waren sodann auch zentrales Thema des nachfolgenden Workshops, indem Alex den interessierten WorkshopTeilnehmern*innen das Thema selber und die Möglichkeiten näher gebracht hat. Matthias, der durch die vorangegangenen Testaufnahmen ebenfalls voll im Thema war, hat den gesamten Workshop begleitet und sozusagen als Übersetzer auf das Saxophon wundervoll ergänzt. So konnten ganz konkrete Übetechniken ausgetauscht werden, die dazu führen eine ganz bestimmte Soundfrequenz zu erreichen. Es ging darum, wie man den eigenen Sound in Richtung einer bestimmten Frequenz verändern kann, warum diese Frequenz erstrebenswert ist, was die einzelnen Frequenzen beim Zuhören auslösen und wie man seinen Sound stabilisieren kann, also sozusagen als Leitfrequenz. Oder auch wie man ein und den selben Ton ganz ganz unterschiedlich spielen kann. Matthias konnte als Sänger noch verraten, wie man es macht, dass es "einen atmet" und man oben alles aufmacht. Und das dann immer gleich bei jedem einzelnen Spieler*in mit einem darstellbaren Messergebnis, war schon ein spezielles Erlebnis. Da gab es etliche Aha-Momente und es wurde viel gestaunt und gelacht. Ein Handout zum Workshop gab es von Alex auch noch und jeder Spieler*in konnte Aufnahmen machen, die von Alex jetzt nochmal in der Nachbearbeitung gesondert ausgewertet und jedem einzelnen Teilnehmer*in zugestellt werden.

    Ein rundrum gelungen runder Workshop und so kamen alle Anwesenden am Ende des Workshops einvernehmlich heiter zu dem Ergebnis, dass das Ziel die perfekte Welle bei 3000 ist 😉

    Hier noch einige Infos zu der Testreihe von Alex und Matthias vor dem Workshop

    Ziel des Testes war, die Klangeigenschaften des Saxophons zu definieren und nicht die Klangeigenschaften des Spielers. Dazu waren zum einen besondere Herausforderungen an den Testspieler gestellt und zum anderen die Auswahl drei wirklich unterschiedlich klingender Instrumente, die wir zuvor gemeinsam aus dem SAXOPHONIC-Repertoir ausgewählt hatten. Zunächst wurde dann ein Referenzton aufgenommen. Der Referenzton ist der Spieler mit seinem SetUp und seiner Art und Weise zu spielen, an einem geeigneten und definierten Ort, in einer ganz bestimmten Position. Dann wurde jeweils nur das Saxophon ausgetauscht und alle anderen Parameter beibehalten. Die große Herausforderung an den Spieler dabei ist, NICHT den eigenen Ton an das Saxophon anzupassen, vielmehr den Klang des Saxophons zu erspüren und ihn nicht mit seinen eigenen Vorstellungen von seinem Ton zu verändern. Das erfordert hohe Professionalität und Selbstbeherrschung. Matthias berichtet, dass es ihn regelrecht Überwindung gekostet hat, sowie ihm die bewusste Besinnung an sein Können und maximale Konzentration abverlangt hat. Getestet im Vergleich wurden Tenorsaxophone, ein SBA 50xxx, ein BA 29xxx und ein Keilwerth SX90R mit massivsilber S-Bogen.

    Wenn Du Fragen zu diesem Thema oder Interesse an den Studien hast, kannst Du Dich gerne direkt mit Alex in Verbindung setzen: alexander_rehm@gmx.de