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Im Gespräch

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Christian Minwegen auf der Jazz Ralley 2018

Interview mit Christian Minwegen auf der Jazz Ralley 2018

Ein Beitrag von Antonia Papadopoulos

Christian Minwegen spielt das Tenorsaxophon in der Big Band der Clara-Schumann Musikschule.

S: Wie bist du zum Saxophon spielen gekommen?
Christian: Ich habe bei meinem Vater erstmal Klavierunterricht genommen, mein Vater ist Musiklehrer. Ich habe versucht, bei ihm Klavier zu lernen, das ging aber gar nicht. Hab nicht geübt und mir hat die Motivation gefehlt und dann war halt die Frage, ob ich überhaupt Lust habe, ein Instrument zu lernen. Mit 12 Jahren habe ich mich dann spontan für das Saxophon entschieden, keine Ahnung warum! Das ist dann zuerst auch fast schief gegangen, zwei Jahre lang habe ich echt fast gar nicht geübt und dann hat mich mein Vater aber ins erste Ensemble gesteckt und seitdem habe ich dann geübt und der Weg führte steil nach oben auch in die sehr sehr guten Ensembles.

S: Welches Saxophon spielst du aktuell?
C: ich spiele im Moment ein Tenorsaxophon, ein Mark VI.

S: Ahaa und welches Mundstück spielst du passend dazu?
C: Ein Dave Guardala Super King R&B, laser trim das habe ich bei Saxophonic gekauft und paar Jahre später habe ich mir dann noch, auch bei Saxophonic, die Rovner Versa X gekauft und mit dem Setup bin ich super zufrieden!

S: Was gefällt dir denn so gut am Saxophon spielen, was inspiriert dich, hast du irgendwelche Vorbilder?
C: Ja, ich habe eine Menge Vorbilder. Joshua Redman, den finde ich super klasse und Michael Brecker natürlich, für mich eigentlich der beste Saxophonist, der je gelebt hat. Das Saxophon ist sehr vielseitig, es kann ne Menge an Musikarten, sowohl im Jazz als auch im Rock oder Pop und in der Klassik bedienen und die Klangvarianten sind einfach sehr groß und das gefällt mir sehr gut.

S: Hast du denn noch ein Traum Saxophon, welches du unbedingt mal spielen möchtest oder bist du mit deinem rundum zufrieden?
C: Also ich habe mir glücklicherweise einen absoluten Ferrari unter den Saxophonen zugelegt, von daher will ich dieses Saxophon, was ich jetzt habe, für immer behalten und da wird sich nichts mehr verändern. Am Setup vielleicht, weiß ich nicht, ein Mundstück vielleicht, muss man mal gucken. Ne Soundvorstellung ändert sich aber das Horn selber ist so klasse, das möchte ich gerne behalten.

S: Das kann ich sehr nachvollziehen 😉 Gibt es noch ein Ritual, welches du vor einem Auftritt anwendest, ein Glas Sekt oder ein Bierchen trinken oder mit Freunden quatschen?
C: Ich bin vor Auftritten meistens eher fokussiert, auch während der Pausen würde ich niemals ein Bier trinken oder so. Das ist bei mir einfach so – Andere machen das – ich möchte einfach fokussiert bleiben. Ich habe immer das Gefühl, wenn ich jetzt Alkohol getrunken habe, kann ich nicht mehr straight spielen 😀 Also ich spiele mich am Anfang auch warm mit ein paar Tonleitern und dann ist denke ich nochmal über die schwierigen Stellen nach und dann sollte es auch reichen

Fazit:
Vielleicht hast oder hattest Du auch schon einmal die Situation, in der Du gedacht hast, dass Du beim Spielen nicht mehr weiterkommst oder eine Art Blockade hast. Christian zeigt uns, dass man sich nicht aufgeben darf und einfach dranbleiben muss, denn wie heißt es doch so schön: Übung macht den Meister!


Saxophonic

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