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Sax im Kopf – Neurophysiologie und Musik

Sax im Kopf

Sax im Kopf – Neurophysiologie und Musik

Ein Beitrag von Markus Thiel

Wie viel das klappenreiche Blasinstrument bereits durch seinen Schöpfer Adolphe Sax mit dem Thema Körper und Geist verbindet, dürfte vielen Saxophonisten gar nicht bewusst sein. Neben der Kreation eines modernen Instrumentenklassikers, erfand Sax mit der Goudronniére wenig später nämlich auch noch ein medizinisches Inhalationsgerät zur Behandlung von Lungenkrankheiten. Dass sich regelmäßiges Spiel eines Blasinstruments unmittelbar auf Kondition und Gesundheit von Zwerchfell und Lunge auswirkt, ist mittlerweile nicht nur durch medizinische Untersuchungen, sondern auch im tausendfachen Selbstversuch lückenlos und zweifelsfrei belegt. Darüber hinaus hat die musikalische Betätigung aber auch direkte Auswirkungen auf Gehirntätigkeit und Psyche.

Für aktive Musiker dürfte es zwar nicht wirklich eine große Neuigkeit sein, aber aktives Musikmachen führt im Körper zu einer vergleichbar hohen Ausschüttung an Endorphinen, wie dies auch bei Sex, Sport, Essen und dem Konsum von Drogen der Fall ist. Gestützt durch die Ergebnisse aktueller bildgebender Verfahren, wie der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT), macht das Spiel von Saxophon und anderen Instrumenten demzufolge also nicht nur jede Menge Spaß, sondern auch wissenschaftlich belegt glücklich. Das ist aber noch längst nicht alles.

Musizieren ruft innerhalb des Gehirns durch neuronale Neuverschaltungen nachhaltige psychische Veränderungen hervor. In diesem Zusammenhang ließen sich in zahlreichen Versuchen beim Hören von Musik mehr als deutliche Unterschiede im Bereich der Hirnaktivität zwischen Musikern und nicht musizierenden Menschen ausmachen. Während bei Nicht-Musikern primär eine Aktivierung des rechten Schläfenlappens zu beobachten ist, reagieren ausgebildete Musiker mit Anspringen der linken Seite, welche das Gehörte über die Basisparameter wie Harmonie und Tonhöhe hinweg deutlich weitgreifender differenziert. Zudem wurde bei der Betrachtung von Hirnscans beobachtet, dass Instrumentalisten insgesamt über eine deutlich aktivere Verbindung beider Gehirnhälften verfügen. Das Erleben und Hören von Musik aktiviert aber nicht nur die mit dem Hören verknüpften Areale, sondern baut darüber hinaus auch Brücken in andere sinnliche Wahrnehmungsbereiche. Hier dürfte auch die Begründung für das bekannte Phänomen verortet sein, weshalb Musik auf besondere Weise im Stande ist, sich mit Situationen, Gerüchen, Geschmack, Farben und Formen zu verbinden, um in exakt dieser Kombination erinnert zu werden.

Aber auch die Art der Musik, die wir machen und hören, scheint in ihrem Einfluss auf die psychische Dimension eine besondere Rolle zu spielen. Bei einer am MPI Leipzig durchgeführten Vergleichsstudie zur Hirnaktivität von Klassik- und Jazzpianisten fiel auf, dass letztere aufgrund jahrelanger Improvisationspraxis nicht nur deutlich flexibler und schneller auf harmonische Änderungen reagierten, sondern ihr Gehirn Strategien insgesamt auch deutlich früher anzupassen begann, als dies bei den auf Struktur und Genauigkeit ausgerichteten “Klassikern” der Fall war. Die abverlangten psychischen Prozesse und deren neuronale Ausbildung differieren je nach Musikrichtung also mitunter gravierend.

Musikergehirne unterscheiden sich allerdings nicht von Geburt an von denen nicht musizierender Menschen. Die Differenzierung lässt sich stattdessen als direkte Folge einer ständigen und jahrelangen Beschäftigung mit der Musik und dem eigenen Instrument begreifen. So mehren sich beispielsweise Hinweise, dass Instrumentalspiel oder Gesang einen maßgeblichen und unmittelbaren Einfluss auf die Neuroplastizität ausübt, welche der Fähigkeit des Gehirns sich selbst zu modifizieren entspricht. Das Praktizieren von Musik scheint demnach exakt diese Neuvernetzung von Neuronen im besonderen Maße zu stimulieren und dadurch zu steigern. So deuten unterschiedliche Studien verstärkt darauf hin, dass Musikergehirne vor allem in jüngeren Jahren eine verbesserte Lernfähigkeit zum Beispiel im Bereich des Fremdsprachenerwerbs aufweisen. Ob Musik, wie vielfach (natürlich von Musikern – mit und ohne Sax) behauptet, tatsächlich schlau macht, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt. Dafür ist sie aber scheinbar im Stande, unsere Gehirne insgesamt flexibler zu machen, und unsere Gefühlswelten miteinander zu verknüpfen – und das ist doch auch schon mal alles andere als schlecht.


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Interview mit den Saxophonisten des Derendorfer Salonorchesters

v.l.n.r. Alexander Borowski, Tim Schülling, Moritz Schuster, Christian Scheer

Interview mit den Saxophonisten des Derendorfer Salonorchesters

Ein Beitrag von Antonia Papadopoulos

Saxophonic: Wie lange spielt ihr denn schon Saxophon?
Christian: Ich spiele seit ich 10 Jahre alt bin.
Alexander: 9-10 Jahre, habe auf dem Gymnasium angefangen, da gab es eine Bläserklasse, das war ganz toll, am ersten Tag konnte man hinkommen und jedes Instrument der Big Band ausprobieren. Das Saxophon war das einzige Instrument, bei dem ich einen Ton rausbekommen habe und dann habe ich dieses auch genommen.

Saxophonic: Mit welchem Saxophon hast du angefangen?
Alexander: Ich habe Tenor und Alt ausprobiert, aber Tenor fand ich cooler, das tolle war auch, dass ich ein Leihinstrument habe, das konnte ich dann direkt mit nach Hause nehmen.

Saxophonic: Wo hast du Unterricht?
Alexander: Wir haben beide bei Reiner Witzel Unterricht, da wir auf der Robert Schumann Hochschule studieren. Ich studiere Musik und Medien und Christian studiert Ton und Bild, mit Saxophon als Hauptfach.

Saxophonic: Wie seid Ihr zu der Band gekommen?
Christian: Über die Hochschule, wir wurden gefragt, ob wir Lust haben, mitzuspielen.

Saxophonic: Wie habt ihr euch gegründet?
Christian: Daniel (Bandleader/Drums) hatte seine Abschlussprüfung, dafür benötigte er eine Band. Er hat Stücke geschrieben und diverse Leute zusammengetrommelt, so ist dann die Band entstanden.
Alexander: Jetzt läuft es auch getrennt von der Hochschule.

Saxophonic: Was spielt ihr beide für ein Saxophon und welches Mundstück spielt ihr?
Christian: Ich spiele ein Yanagisawa Alt und ein Vandooren 16 Mundstück.
Alexander: Ich spiele ein Traver James Tenor und ein Otto Link Mundstück.

Saxophonic: Mit welchem Saxophon würdet ihr mal am liebsten spielen, wenn ihr eins aussuchen dürftet?
Beide (gucken sich an und grinsen): Ja, ein Mark 6 natürlich. Da sind wir noch auf der Suche nach einem guten Angebot.

Saxophonic: Gibt es ein Ritual, welches ihr vor eurem Auftritt anwendet?
Beide: Wir spielen uns ein und trinken gemeinsam ein Bierchen.


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„Saxophon spielen oder Saxophon sprechen – Parallelen von Sprache und Saxophonsound“

„Saxophon spielen oder Saxophon sprechen – Parallelen von Sprache und Saxophonsound“

Ein Beitrag von Dr. Alexander Rehm

„Du musst den Ton innerlich singen/sprechen, dann kannst Du ihn auch richtig spielen“ – ein Satz den so ähnlich wohl jeder, der ein Blasinstrument erlernt, von seinem Lehrer schon einmal gehört hat. Gibt es also eine direkte Wirkung unserer Stimmbänder auf den Ton und Sound beim Saxophonspiel? Ein klares Nein – Aber: der Mund-Rachenraum, der, neben der reinen Tonerzeugung durch die Stimmbänder, Sprache und Gesang erst möglich macht, ist in wesentlichem Maße verantwortlich für den Saxophonsound.

Insofern kann man sagen: „So wie man singt und spricht, so spielt man auch Saxophon und erzeugt seinen eigenen Sound.“ Das meinen die Lehrer mit obiger Aussage.

Doch a) wie hängt dies zusammen bzw. b) wieviel macht mein „Mund-Rachenraum“ am Sound aus und wieviel das Saxophon und das Set-up? Der letzte Punkt ist kaum zu beantworten, den das Set-up kann man einfach ändern (anderes Reed, anderer S-Bogen, anderes Sax), aber wie kann man den Mund-Rachenraum verändern und welchen Effekt hat das auf den Sound? Dazu gibt es im Folgenden einige Antworten auf Basis von Studien:

Die Formung des Mund-Rachenraums ist entscheidend, damit wir sprechen können. Allein um die Vokale „a, e, i, o und u“ aussprechen zu können, müssen wir unseren Mund-Rachenraum unterschiedlich „formen“. Dies kann jeder selbst erfahren, wenn er in monotoner Stimmlage (gleicher Ton) diese Vokale hintereinander spricht oder singt. Nur die Formung des Mund-Rachenraums macht ein „a“ zu einem „a“ oder ein „i“ zu einem „i“ – es ist nicht die Tonhöhe! Wir formen den Mund und generieren damit in unserem Mund-Rachenraum, der zwischen 14,5 und 17,5 cm lang ist, unterschiedliche Resonanzen die man „Formanten“ (kommt von „formen“) nennt. Das Zusammenspiel verschiedener Resonanzen ergibt den Klang, der dann beim Sprechen z.B. ein „a“ oder „i“ ausmacht. Aber auch „stimmlose Zischgeräusche“ (S-Laute) können wir durch die Formung des Mund-Rachenraums unterschiedlich erklingen lassen. Der „normale Mensch“ erzeugt bei der Aussprache der Vokale ca. 12 Resonanzen (= Formanten) im hörbaren Frequenzbereich (bis ca. 10.000Hz). Professionelle Tenorsaxophonspieler erzeugen in diesem Frequenzbereich ca. 14 Formanten – und zwar beim Saxophonspiel! Und diese Formanten sind fast sämtlich stärker ausgeprägt als beim Sprechen oder Singen.

Die zu diesem Thema durchgeführten Studien lassen folgende Aussagen zu:

  1. Beim Saxophonspiel nutzt der Spieler seinen Mund-Rachenraum, um Resonanzen/Formanten zu erzeugen, die wesentlich für den Saxophonsound sind.
  2. Generell verstärkt das Saxophon die Resonanzen, die durch Formanten erzeugt werden – das Saxophon ist also eine „hervorragende Schallröhre“!
  3. Einige Formanten werden auch durch das Set-up (Mundstück und S-Bogen) in Ihrer Ausprägung beeinflusst.
  4. Ein Großteil der Formanten wird allerdings vom Spieler allein durch Formung seines Mund-Rachenraums generiert.
  5. Ähnlich wie Zischlaute (z.B. das „S“ oder das „ch“) von hoher Bedeutung sind für die Sprache, so spielt auch das vom Spieler beim Saxophonspiel erzeugte „Rauschen“ (=Spielerrauschen) eine wichtige Rolle für den Sound.

Jeder Saxophonspieler nutzt den Mund-Rachenraum, um „seinen Sound“ zu erzeugen – und so wie jeder Mensch unterschiedlich ist sowohl in Bezug auf seine Anatomie, wie auch in Bezug auf seine Fähigkeiten, den Mund-Rachenraum kontrolliert zu formen, fällt jeder „Saxophonsound“ individuell aus.

Professionelle Saxophonspieler besitzen sehr weitgehende Fähigkeiten, Formanten unterschiedlich auszuprägen aber auch unterschiedliche Ausprägungen von Spielerrauschen zu erzeugen und sind damit in der Lage, „unterschiedlichste Sounds“ zu erzeugen.

Dr. Alexander Rehm

Sollten Sie Interesse an den Studien des Autors zu diesem Thema haben (pdf-Dateien), so können Sie diese per mail unter folgender Email abfragen: alexander_rehm@gmx.de


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Urlaub mit dem SAX! So kann’s gehen…

Urlaub mit dem SAX! So kann’s gehen…

Ein Beitrag von Markus Thiel

Während die meisten Menschen wohl nicht im Traum daran denken würden, ihr Arbeitsgerät mit in den Urlaub zu nehmen, halten es Musiker meist nur wenige Tage ohne ihr Instrument aus. Wenn auch Du zu dieser besonderen Spezies zählen solltest, die sich das Wort Entspannung ohne Klappen unter den Fingern nicht einmal vorstellen kann, werden Dich Themen wie sicherer Saxophon-Transport und Maße und Gewicht beim Handgepäck spätestens in der letzten Woche vor dem Abflug zum Reiseziel abrupt einholen.

Jenseits der Größe eines gebogenen Sopransax oder der Behelfs-Bambusklarinette fangen die Unannehmlichkeiten nämlich meist schon an. Falls Du schon einmal mit stockendem Atem dabei zuschauen durftest, wie Gepäckstücke beim Beladen des Ferienfliegers die ein oder andere Distanz gänzlich ohne Bodenhaftung samt g-Kraft-Test überwinden, weißt Du auf einmal sehr genau, wie und wo Du Dein wertvolles Instrument während der Reise nicht transportieren möchtest. Eine Mitnahme von Alt- oder Tenorsaxophon in der Kabine ist allerdings in den meisten Fällen stark von der Kulanz der einzelnen Airlines abhängig. Während Billigflieger ihren Kunden mittlerweile für den Transport eines die Höchstmaße für Handgepäck übersteigenden Instruments im Fluggastraum die Buchung eines zusätzlichen Sitzplatzes nahe legen, verhalten sich Premium-Airlines wie die Lufthansa oder British Airways deutlich kooperativer. Letztere erlaubt sogar explizit Instrumente samt Case bis zu einer Größe von 80 x 30 x 25 cm. Eine Mitnahme weiterer Handgepäckstücke ist dann aber in den meisten Fällen, abseits von kleinformatigen Handtäschchen, tabu. Beim Billigflieger easyJet geht mit 120 x 38 x 30 cm sogar noch ein ganzes Stückchen mehr, wodurch man um ein Haar fast schon mit einem Bariton Saxophon im schlanken Case auf der sicheren Seite gewesen wäre. Leider liegt die Mitnahme in Abhängigkeit zum Platzangebot der eingesetzten Maschine letztlich im Ermessen des Piloten, und kann daher vor der Reise von Seiten der Fluggesellschaft weder garantiert noch zugesagt werden. In einem solchen Fall bleibt dann, abgesehen von der Möglichkeit mit einer Menge Frust und Wut im Bauch am Boden zu bleiben, nur noch der Versuch spontan einen möglicherweise noch freien Sitzplatz für sein Altsax oder Tenor zu ergattern.

Für den Fall, dass alle Stricke reißen oder der Urlaub ohne Basssaxophon einfach nicht denkbar erscheint, gibt es dennoch ein paar Vorkehrungen, welche die Überlebenschancen des eigenen Instruments im Bauch eines Jumbo zumindest deutlich erhöhen. Abgesehen von der dringend empfohlenen Verwendung eines perfekt passenden und stabilen Flight-Case, kann es darüber hinaus von Vorteil sein die Klappen deines Saxophons fachmännisch und spielfrei zu verschließen, ähnlich wie dies bei Neuinstrumenten auch vor dem ersten Versand durch den Hersteller mit traditionell Verwendung findenden Korkkeilen der Fall ist. Auf diese Weise wird vor allem bei der Landung eine übermäßige mechanische Belastung und ein mögliches Verziehen der beweglichen Teile am effektivsten vermieden. Wenn Du mehr zum Thema Verkorken oder einer alternativen Methode erfahren möchtest wie Du dein Instrument noch reisetauglicher machen kannst, wende dich gerne rechtzeitig per Mail oder Telefon an dein SAXOPHONIC-Team.

Aber was ist, wenn das gut verpackte Musikinstrument im Rumpf des Fliegers trotzdem Schaden nimmt? Laut dem Montrealer Übereinkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Vorschriften über die Beförderung im internationalen Luftverkehr sind Reparatur oder Ersatz bis zu einer Haftungshöchstgrenze (z.Zt. 113.100 SZR) und bei nachweisbar unsachgemäßen Behandlung in unbegrenzter Höhe durch die Airline zu begleichen. Trotz dieses Umstandes solltest Du das unersetzliche Erb- oder Sammlerstück während des Urlaubs doch besser zu Hause oder an einem anderen sicheren Ort belassen.

Weitaus unkomplizierter geht es natürlich bei der Fahrt mit Bahn, Bus oder PKW zu. Oder wie wäre es denn mal mit einer Urlaubsreise komplett ohne SAX…

…ach nee, lieber doch nicht!


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Christian Minwegen auf der Jazz Ralley 2018

Interview mit Christian Minwegen auf der Jazz Ralley 2018

Ein Beitrag von Antonia Papadopoulos

Christian Minwegen spielt das Tenorsaxophon in der Big Band der Clara-Schumann Musikschule.

S: Wie bist du zum Saxophon spielen gekommen?
Christian: Ich habe bei meinem Vater erstmal Klavierunterricht genommen, mein Vater ist Musiklehrer. Ich habe versucht, bei ihm Klavier zu lernen, das ging aber gar nicht. Hab nicht geübt und mir hat die Motivation gefehlt und dann war halt die Frage, ob ich überhaupt Lust habe, ein Instrument zu lernen. Mit 12 Jahren habe ich mich dann spontan für das Saxophon entschieden, keine Ahnung warum! Das ist dann zuerst auch fast schief gegangen, zwei Jahre lang habe ich echt fast gar nicht geübt und dann hat mich mein Vater aber ins erste Ensemble gesteckt und seitdem habe ich dann geübt und der Weg führte steil nach oben auch in die sehr sehr guten Ensembles.

S: Welches Saxophon spielst du aktuell?
C: ich spiele im Moment ein Tenorsaxophon, ein Mark VI.

S: Ahaa und welches Mundstück spielst du passend dazu?
C: Ein Dave Guardala Super King R&B, laser trim das habe ich bei Saxophonic gekauft und paar Jahre später habe ich mir dann noch, auch bei Saxophonic, die Rovner Versa X gekauft und mit dem Setup bin ich super zufrieden!

S: Was gefällt dir denn so gut am Saxophon spielen, was inspiriert dich, hast du irgendwelche Vorbilder?
C: Ja, ich habe eine Menge Vorbilder. Joshua Redman, den finde ich super klasse und Michael Brecker natürlich, für mich eigentlich der beste Saxophonist, der je gelebt hat. Das Saxophon ist sehr vielseitig, es kann ne Menge an Musikarten, sowohl im Jazz als auch im Rock oder Pop und in der Klassik bedienen und die Klangvarianten sind einfach sehr groß und das gefällt mir sehr gut.

S: Hast du denn noch ein Traum Saxophon, welches du unbedingt mal spielen möchtest oder bist du mit deinem rundum zufrieden?
C: Also ich habe mir glücklicherweise einen absoluten Ferrari unter den Saxophonen zugelegt, von daher will ich dieses Saxophon, was ich jetzt habe, für immer behalten und da wird sich nichts mehr verändern. Am Setup vielleicht, weiß ich nicht, ein Mundstück vielleicht, muss man mal gucken. Ne Soundvorstellung ändert sich aber das Horn selber ist so klasse, das möchte ich gerne behalten.

S: Das kann ich sehr nachvollziehen 😉 Gibt es noch ein Ritual, welches du vor einem Auftritt anwendest, ein Glas Sekt oder ein Bierchen trinken oder mit Freunden quatschen?
C: Ich bin vor Auftritten meistens eher fokussiert, auch während der Pausen würde ich niemals ein Bier trinken oder so. Das ist bei mir einfach so – Andere machen das – ich möchte einfach fokussiert bleiben. Ich habe immer das Gefühl, wenn ich jetzt Alkohol getrunken habe, kann ich nicht mehr straight spielen 😀 Also ich spiele mich am Anfang auch warm mit ein paar Tonleitern und dann ist denke ich nochmal über die schwierigen Stellen nach und dann sollte es auch reichen

Fazit:
Vielleicht hast oder hattest Du auch schon einmal die Situation, in der Du gedacht hast, dass Du beim Spielen nicht mehr weiterkommst oder eine Art Blockade hast. Christian zeigt uns, dass man sich nicht aufgeben darf und einfach dranbleiben muss, denn wie heißt es doch so schön: Übung macht den Meister!


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Die lange Suche hat ein Ende

Die lange Suche hat ein Ende

Was mir da beim Saxophonic passiert ist, ist schon wirklich bemerkenswert.

Alles, was ich bisher unternahm, um an ein gut intonierendes, strahlendes, geil klingendes Selmer VI (oder Vorgänger) zu gelangen, war von mäßigem Erfolg gekrönt. In einer einzigen Probiersession bei Saxophonic bin ich weiter gekommen als in 40 Jahren bitteren fahrtkostenintensieven Suchens.

Der Clou ist, daß ich es nach 45 Jahren der Beschäftigung mit Saxophonen mittlerweile für zwingend nötig halte, sein Instrument aus einer g r o ß e n Anzahl von Instrumenten auszusuchen.
Man braucht meines Erachtens wenigstens den Vergleich von 15 Instrumenten. Ansonsten fährt man sich von Kleinanzeige zu Kleinanzeige einen Wolf und hat doch nie den direkten Vergleich, dafür aber zig Stunden im Auto, was die Sache teurer macht als man je sparen könnte.

Legendary Saxophones by Saxophonic bietet eine fantastische Möglichkeit, sich ein Instrument auszusuchen. Und da es keine Objektivität gibt, ist das die meiner Meinung nach wirklich einzige Art und Weise, wie man sich ein Instrument aussuchen sollte. (Hersteller und Handel werden mir jetzt widersprechen, aus Gründen , die ich kenne.)

Ich glaube sogar, daß es weltweit keine bessere Gelegenheit gibt, sich sein Traumsax auszusuchen, als hier. Nicht einmal in New York, die haben nicht so eine Auswahl. Und noch etwas muß ich klarstellen: Wer meint, man müsse eine bestimmte Seriennummer haben oder es muß ein Goldlack oder auf keinen Fall ein Bicolores haben: Alles Quatsch. Es gibt Überraschungen, die man nur beim direkten Vergleich vieler Saxophone erfährt. Und noch was: hier sind alle Instrumente spielbar.

Ich kann nur folgendes empfehlen: Saxophone werden nicht gelesen, sondern beim Spielen erfahren. Und das geht hier in unvergleichlicher Weise. Man wird, ungleich einiger Verkäufer z.B in New York, auch nicht nach 10 Minuten gedrängelt, sich mal langsam zu entscheiden, sondern bekommt die Zeit, die man zum Aussuchen braucht, auch zur Verfügung gestellt.

Daß diese Möglichkeit preislich nicht am untersten Ende angesiedelt ist, scheint mir plausiebel. Wer sich erstmal 50oder mehr Saxe auf Halde legt, der muß dafür auch in Vorleistung gehen. Aber das was man hier evtl mehr ausgiebt für den Handel, das bekommt man alleine schon dadurch wieder raus, daß man keine 3000 km einem geilen Instrument hinterherfahren muß. Übrigens gibt es Regionen auf der Welt, wo die Preise deutlich höher gedrückt werden. Und dann muß man ja auch den Spielzustand berücksichtigen; viele Instrumente sind generalüberholt… (was da zum Teil bei einigen Adressen angeboten wird ??? ts ts ts )

Ich kenne niemanden, der beim Kauf von Saxophonen so kritisch ist , wie ich. Ich bin selbst erstaunt, daß und w i e ich fündig geworden bin. Ich kann jedem ernsthaften Interessenten nur nahelegen, hier mal vorbeizuschauen. (der Capucino soll hier auch nicht unerwähnt bleiben…)

Peter Schulte, ehemaliger WDR Saxophonist


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Schnuppergesaxt und Traum erfüllt – So kann es gehen. Ein Erlebnisbericht von Irene

Schnuppergesaxt und Traum erfüllt – So kann es gehen. Ein Erlebnisbericht von Irene

Es gibt Träume, die hat man ein Leben lang, für den einen ist es eine Reise, für den anderen ein Neuanfang am anderen Ende der Welt, in meinem Fall war es, irgendwann, wenn ich mehr Zeit habe, ein Instrument zu spielen. Welches es denn werden sollte, war mir aber ganz lange nicht klar ….

Ich liebe Musik, habe aber nie den Weg zu einem bestimmten Instrument gefunden bis ich eines Tages ein Konzert von Sonny Rollins besuchte. Es hört sich vielleicht kitschig an, aber das war mein Erweckungserlebnis, das ist genau das, was ich möchte, ich möchte Saxophon spielen lernen und es sollte nun ein Tenorsaxophon sein. Es hat noch ein paar Jahre gedauert, aber im Sommer dieses Jahres war es dann endlich soweit.

Jetzt musste nur ein Händler gefunden werden, der mir das Instrument meiner Begierde besorgen kann, mein zweiter Weg erst führte mich zu Saxophonic, den ersten hätte ich mir echt sparen können…. Die Terminvereinbarung für den ersten Kennenlerntermin (nur Reiner, das Sax und ich) war rasch gefunden, dann kam der Tag und ich war doch sichtlich nervös, denn als absoluter Neuling in der Musik (ich lerne gerade alles neu … auch Notenlesen), war ich beim Betreten der „heiligen Hallen“ mit all den schönen und glänzenden Instrumenten schon recht hibbelig, aber das legte sich sofort. Reiner hat mir mit seiner ruhigen Art sofort alle Scheu und Nervosität genommen und ich fühlte mich sehr wohl. Er machte mit mir eine kurze Einführung in die Geschichte des Saxophons und hat mir dann ein Mundstück, Blättchen zum ersten „Tröten“ an die Hand gegeben, was überraschend gut funktionierte. Kaum hatten wir diesen Schritt getan, wählte Reiner schon ein Tenorsaxophon für mich aus, einen Wimpernschlag später hatte ich einen Tragegurt um und schon ging es los.

Die dann folgende Stunde verging wie im Flug und ich hatte mehr als Spaß damit und auch Reiner schien es Spaß zu machen. Ich war ein wenig traurig, dass die Zeit so rasch rum war, aber wir haben uns dann schnell für eine zweite Runde verabredet, damit ich noch ein, zwei weitere Saxophone ausprobieren konnte. Am Ende der zweiten Stunde, die mit einem Kaffee begann und auch endete, und ebenso so schnell verging, war ich stolze und glückliche Besitzerin eines wunderschönen Saxophons.

Die erste Stunde mit meinem Lehrer habe ich schon hinter mir und ich weiß, es liegt ein langer Weg vor mir, aber den Start auf diesem Weg hat mir das Team von Saxophonic (Reiner, Marion und der nette Fotograf Felix) mehr als leicht gemacht! Allein das Auswählen des Saxophons war schon ein Vergnügen, kann ich jedem nur empfehlen!


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RECHT und RÜCKSICHT! Wissenswertes über Hausmusik und Lärmbelästigung

RECHT und RÜCKSICHT!!! ….Wissenswertes über Hausmusik und Lärmbelästigung

Was machst Du, wenn die eigene Musikbegeisterung nicht von allen Nachbarn geteilt wird, Du aber üben möchtest und es einfach liebst, Saxophon zu spielen?

Weil wir immer wieder mal darauf angesprochen werden, möchten wir hier gerne mit Dir teilen, was wir zum Thema Ruhestörung und Lärmbelästigung durch Musizieren vor dem Hintergrund RECHT und RÜCKSICHT herausgefunden haben.

Erst mal zum Thema RECHT

So viel sei schon mal vorab gesagt: Egal ob Du Anfänger oder Profimusiker bist, grundsätzlich gilt: Hausmusikanten dürfen ihrem Talent nachgehen! Es gibt ein Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit!

Die Vorschriften wann Ruhezeiten einzuhalten sind, sind in den verschiedenen Bundesländern allerdings unterschiedlich geregelt. Um das zu verdeutlichen hier eingangs exemplarisch und stark gekürzt mal drei Bespiele:

  1. Nordrhein Westfalen: Nach § 9 des Landes-Immissionsschutzgesetzes NRW sind alle Tätigkeiten untersagt, die geeignet sind, die Nachtruhe in der Zeit von 22 bis 6 Uhr zu stören
  2. Bayern: Lärmbelästigungen werden nach § 117 des Ordnungswidrigkeitsgesetzes behandelt. Die Ruhezeiten jedoch legt jede Stadt/Gemeinde selbst fest. Bsp. München: Die Musiklärmverordnung legt eine Nachtruhe zwischen 22 und 7 Uhr UND eine Mittagsruhe zwischen 12 und 15 Uhr fest.
  3. Brandenburg: Von 22 bis 6 Uhr ist jegliche Lautstärke verboten, welche die Nachtruhe stören. Hinzu gibt‘s hier noch die Ruhezeiten zwischen 22 und 8 Uhr UND zwischen 13 und 15 Uhr, SOWIE ein besonderes Ruhebedürfnis an Sonn- und Feiertagen.

Häufig sind darüber hinaus Vereinbarungen zu den Ruhezeiten in der Hausordnung und oder im Mietvertrag festgelegt. Diese können die allgemeinen Vorgaben von Bundesland oder Stadt noch konkretisieren. Die nächtlichen Ruhezeiten ergeben sich allerdings unmittelbar aus gesetzlichen Vorschriften, den Immissionsschutzgesetzen der Länder. Die Mittagsruhezeiten basieren hingegen in der Regel auf Hausordnungen und Mietvertragsvereinbarungen. Jedoch, nicht alles was in einem Mietvertrag festgelegt ist, muss auch rechtens sein. Die Gerichtsurteile weiter unten können da etwas Orientierung geben.

Übrigens: Während der festgelegten Ruhezeiten ist nur Zimmerlautstärke gestattet. Als Zimmerlautstärke hat das Gericht 40 Dezibel über Tag und 30 Dezibel während der Nachtzeit festgelegt. Der durchschnittliche Schallpegel von Klavier, Geige und Flöte liegt bei 80-86 db, Trompete und Schlagzeug liegen mit um die 90db im Bereich von Presslufthammer + Motorsäge
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/urteile-zu-hausmusik-jetzt-aber-ruhe-1.2231673

Und wir haben mal bei SAXOPHONIC im Selbstversuch die Dezibelzahl beim Saxophonspiel mit einer app ermittelt.
Sowohl im großen store – Raum als auch in der Anspielkabine sind wir mit einem Altsaxophon und mit einem Tenorsaxophon auf eine Dezibelzahl von 95-105 gekommen

Apropos, das Gericht hat festgelegt……nachfolgend ein paar Gerichtsurteile zum Thema Hausmusik, Musizierzeiten und Profimusiker:

Und wenn sich der Profimusiker die Hausmusik und den Musikunterricht im Mietvertrag hat erlauben lassen? ….Dann sieht die Sache schon ein bisschen anders aus.

  • Das Landgericht Frankfurt (2/25 O 359/89) entschied vor langer Zeit, dass eine Klavierlehrerin werktags zwischen 7 und 17 Uhr spielen dürfe. Zwischen 17 und 22 Uhr dürfe sie nochmals drei Stunden ans Klavier. Nur am Wochenende müsse sie sich mit fünf Stunden begnügen. Das Landgericht Flensburg (7 S 167/92) erlaubte der Familie eines Berufsmusikers Geige, Violine, Bratsche oder Cello täglich acht Stunden lang zu spielen, an Sonn- und Feiertagen nur sechs Stunden. Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/urteile-zu-hausmusik-jetzt-aber-ruhe-1.2231673

Also, Du merkst schon, so ganz eindeutig und klar ist die ganze Sache mit der Überei und den Nachbarn nicht. Es ist daher ratsam, dass Du Dich über die Verordnungen informierst, die dort gelten wo Du üben möchtest.

Als Essenz aus der ganzen hier zusammengetragenen Verordnungsbandbreite möchten wir aber mal mit Vorsicht und vorbehaltlich der eigenen Überprüfung behaupten, dass Du als Saxophonist niemanden verärgern sollest, wenn Du nicht mehr als 2 Std. täglich Saxophon spielst und am Sonntag nicht mehr als 1 Std. und dabei großzügige und freundliche Ruhezeiten einhältst wie z.B. werktags Mittagsruhe von 12 – 15h + Nachtruhe von 20 – 8h, sonntags Mittagsruhe von 12 – 15h + Nachtruhe von 19 – sonntäglichen 😉 10h einhältst. Diese Aussage entspricht unserer ganz persönlichen Essenz und stellt ausdrücklich keinerlei Rechtsberatung dar!

Neben RECHT gibt es auch noch RÜCKSICHT

Und wenn es Dir gar nicht um Recht geht und Du auch der Meinung bist, dass es innerhalb einer Gemeinschaft eh im Sinne aller ist, Rücksicht zu nehmen, dann hätten wir hier auch noch ein paar Impulse zu Alternativen 😉

  • Städte und Gemeinden bieten oft spezielle Probenräume an. Entweder findest Du diese auf der Homepage Deiner Heimatgemeinde oder rufst einfach beim Rathaus an und fragst nach. Manchmal bieten auch Volkshochschulen oder kulturelle Begegnungsstätten solche Probenräume an und Du kannst dort saxophonieren. Teils sogar kostenlos, meist aber gegen einen geringen Beitrag.
  • Die nächste Möglichkeit ist bei Musikschulen anzufragen. Selbst wenn Du dort keinen Unterricht nimmst, findet man manche Musikschulen, die ihre Proberäume Hobby- und Profispielern zur Verfügung stellen. Hier musst Du ggf.mit etwas höheren Nutzungskosten rechnen.
  • Wenn Du einen festen Saxophonlehrer hast, frag ihn, vielleicht hat er einen Raum für Dich. Selbst wenn er Dir keine eigenen Räume anbieten kann, kannst Du von ihm vielleicht wertvolle Hinweise bekommen.
  • Vernetze Dich mit anderen Musikern. Diese Musiker müssen keine Saxophonisten sein. Musik hat immer eine verbindende Wirkung – nutze diese. Die Möglichkeiten, die sich Dir hier eröffnen können, sind teils unerwartet und meist unplanbar. Vielleicht hat einer Deiner Musikerfreunde ein ländlich gelegenes Haus oder eine beheizbare Laube, wo es niemanden in direkter Nachbarschaft gibt.
  • In den wärmeren Monaten einfach mal zum Lieblingsplatz in der Natur gehen, einem Waldsee oder einer schönen Wiese – die Natur musiziert auch ständig, vielleicht findet Ihr gemeinsam eine Melodie oder improvisiert Euch zusammen oder Du übst Dich darin, Dich nicht ablenken zu lassen.
  • Bunker mieten – sowas geht auch als Proberaum. Das BGZ (Bunker Gemeinschaftszentrum) bietet das im gesamten Ruhrgebiet seit 1975 als Musikproberäume an. Hier findest Du eine Übersicht und Belegungsplan http://www.musikprob.de/

Vieles ist vorstellbar!

Und wenn Du noch weitere Ideen dazu oder Erfahrungen mit anderen ÜbeMöglichkeiten gemacht hast, lass es uns bitte wissen, damit wir das als Impulse an andere Saxophonisten weitergeben können. Teilen macht Freude 😉


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Liebe auf den ersten Ton – Eine kleine Liebesgeschichte von Heike

Liebe auf den ersten Ton – Eine kleine Liebesgeschichte von Heike

Wie ich zu einem wirklich ganz besonderen Saxophon gekommen bin:

Es war der 30. August 2017,  ich hatte einen Termin bei Reiner mit meinen drei Saxophonen (ein Sopran- , ein Alt- und ein Tenorsax) zum alljährlichen Saxophon-Check. Für mich war es der erste Besuch bei Saxophonic. Mein Mann war mit dabei.

Kaum dass ich diesen wirklich wundervollen Laden betreten hatte, fiel mir ein ganz besonderes Saxophon ins Auge: das Altsaxophon SELMER Paris, limited Edition Adolphe Sax, Perl-Lack/versilbert! Der Anblick war Atem beraubend, die Schönheit dieses Altsax war einfach umwerfend!

Reiner erlaubte mir dieses Horn anzuspielen in der Zeit in der er mein Sopran- und mein Tenorsax überprüfte. Das waren so gut zwei Stunden. Danach war mir klar: dieses Saxophon kann ich nicht  im Laden lassen. Diese weichen, samtigen Töne! Es fühlte sich einfach richtig gut an. Und auch noch das allerletzte aus dieser Edition wie mir Reiner mitteilte.

Nach einem beratenden Telefonat mit Thomas Voigt, der mein langjähriger Saxophonlehrer ist, und nachdem mein lieber Mann mich zweimal gefragt hatte, ob ich es denn gerne haben wollte, war der Entschluss gefasst: Ja, ja, ja!

Reiner machte mir ein gutes Angebot für mein bisheriges Altsax und meinen dazu gekauften silbernen S-Bogen und so ging ich über-überglücklich mit wieder drei Saxophonen aus dem Laden heraus, nur dass das Altsax jetzt ein anderes war. Unverhofft kommt oft! Ich bin davon überzeugt dass sich ein Saxophon seinen Spieler sucht.

Ein ganz unvergessliches tolles Erlebnis, ich habe es nicht bereut. Und übrigens: der Kaffee bei Reiner ist legendär!


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Sich entwickelnde Spielfreude oder gehemmter Forscherdrang – was die Qualität eines Leihinstrumentes ausmacht.

Sich entwickelnde Spielfreude oder gehemmter Forscherdrang – was die Qualität eines Leihinstrumentes ausmacht.

Wenn wir sehr begabte SAXOPHONICer, begeisterte SAXOPHONICer oder Profi-SAXOPHONICer fragen, mit welchem Instrument sie angefangen haben, bzw. welches Instrument mit ihnen gemeinsam die ersten Lektionen Sax-Unterricht verbracht hat, dann glaubst Du nicht, wie viele etwa das sagen: „Mein erstes Saxophon? Oh, das hat bei mir zu Hause noch immer ein schönes Plätzchen…“ oder sogar auf das Sax zeigen, welches sie gerade spielen. Bei Reiner ist das auch nicht viel anders, sein erstes Horn wird er immer im Herzen tragen. Ja, es gibt sie durchaus, die Menschen, die mit einem „Porsche“ ihre Saxophonaktivitäten beginnen, sie sind noch nicht einmal die goldene Ausnahme. Es ist aber auch absolut kein Muss gleich mit einem Porsche loszufahren.

Uns begegnen eben neben den gerade genannten auch immer wieder viele Menschen, die erzählen, dass sie auch „mal als junger Mensch angefangen haben Saxophon zu spielen“ und wenn man dann fragt, warum das nicht weiter verfolgt wurde, gibt es die verschiedensten Gründe dafür. Wenn wir aber exakt diese Menschen auch fragen, welches ihr erster Saxophon-Spielbegleiter war, dann kommt oft: „Ach, weiß ich nicht, irgendein Leihinstrument!“.

Also, stellt sich hier die Frage, gibt es da einen Zusammenhang zwischen einem Leihsaxophon und der Unlust am Weitererlernen eines der für uns alle schönsten Instrumente überhaupt.

Es ist sehr verständlich, dass eine Familie erst einmal austesten will, ob der junge Sax-Eleve überhaupt beim Spielen bleiben möchte. Das gleiche gilt natürlich auch für einen Erwachsenen, der sich musikalisch ausprobieren möchte. Wir aber empfehlen, dass das nicht über ein Schulleihinstrument (und schlimmer noch über ein Billigimportsaxophon mit einem Branding, das kein Mensch kennt) passiert. Immer wieder hören wir hier seit mehr als 10 Jahren die Geschichten von frustrierten Schülern die letztlich irgendwann die Lust verloren haben. Wir würden allesamt staunen, welches Potential da verborgen liegt, wenn es diesen Materialfrust nicht noch zusätzlich zu der Herausforderung eine neue Fähigkeit zu entwickeln gäbe.

Ein exzellenter Saxophonhändler (wir als SAXOPHONIC zum Beispiel 😉 ) verfügt über Anspiel- oder Proberäume. Komm einfach zu uns und nutze diese Räume um die ersten Kontakte mit einem geeigneten Instrument zu machen.

Auch bieten wir die Möglichkeit eine SchnupperSaxStunde zu vereinbaren. Du wirst in einer solchen Stunde in jedem Fall ein Gefühl für das Instrument bekommen und erste Töne produzieren. Diese Termine finden außerhalb der regulären Öffnungszeiten statt und werden individuell vereinbart. Das machen wir so, damit Du Dich ganz ungestört fühlen kannst und Reiner Dir voll und ganz persönlich zur Seite stehen kann.

Nimm Dir Zeit und Muße. Du kannst unsere Räume und uns auch öfters besuchen um Unsicherheiten hinter Dir zu lassen. Und was keinesfalls ein Problem ist, ist, wenn Du sagst: „Nö, Saxophone, ach lassen wir es doch besser. Das ist nix für mich.“

Wenn Dein Vorhaben, Saxophon spielen zu lernen besteht, werden wir Dir kompetent helfen zum richtigen Saxophongefährten zu finden. Es gibt immer eine gute Alternative zum Schulleihinstrument.

Ein führender Händler wie wir, hat nicht nur Neuware, sondern immer auch gebrauchte Saxophone in besserer bis bester Qualität vorrätig. Wir haben diese generalüberholt, eingestellt oder durchgecheckt und allen die Liebe und Kompetenz zuteil werden lassen, die wir auch zertifizieren.

Ein Mietkauf oder Mietsystem bieten wir als weitere Alternative ebenfalls an. Dabei handelt es sich dann, genau wie bei den gebrauchten Saxophonen, um ordentlich eingestellte, überholte oder gewartete Instrumente, die Dich nicht gleich schon zu falscher Atmung, zu falschen Griffen oder zu falschen Abläufen nötigen, um die Materialschwäche zu kompensieren.

Wir alle wissen eigentlich ganz genau…… alles was uns Spaß macht, wo wir ein Gefühl von Selbstwirksamkeit haben, wo wir unseren Bemühungen entsprechend auch persönliche Erfolge empfinden, da bleiben wir gerne dabei, das möchten wir öfter machen, da kann sich spielerisch Freude entwickeln. Und alles was uns dauerhaft frustriert, wo wir uns mühen, abmühen, verzweifelt versuchen und dennoch kein Zufriedenheitsgefühl erlangen, ja vielleicht sogar noch Schuldzuweisungen bekommen, da verabschiedet sich der Forschergeist allmählich. Das sind Erlebnisse, die möchten wir früher oder später ganz aus unserem Leben verbannen. Zu Recht.

Lernen darf Spaß machen!

Hier noch eine wunderbare Ergänzung zum Thema, die für kleine und große Menschen ganz grundsätzlich gilt. Das geht uns alle was an, egal ob wir (Saxophon-)schüler oder Lehrer oder Eltern oder Mensch in dieser Gesellschaft sind – denn mit Begeisterung geht Lernen einfach am besten und vor allen Dingen auch nachhaltig. “Wie lernen am besten gelingt” von Prof. Dr. Gerald Hüther – einem bekannten Hirnforscher, der das Wesentliche einfach gut transportieren kann.


Saxophonic

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