Monatsarchiv: Oktober 2017

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Schnuppergesaxt und Traum erfüllt – So kann es gehen. Ein Erlebnisbericht von Irene

Schnuppergesaxt und Traum erfüllt – So kann es gehen. Ein Erlebnisbericht von Irene

Es gibt Träume, die hat man ein Leben lang, für den einen ist es eine Reise, für den anderen ein Neuanfang am anderen Ende der Welt, in meinem Fall war es, irgendwann, wenn ich mehr Zeit habe, ein Instrument zu spielen. Welches es denn werden sollte, war mir aber ganz lange nicht klar ….

Ich liebe Musik, habe aber nie den Weg zu einem bestimmten Instrument gefunden bis ich eines Tages ein Konzert von Sonny Rollins besuchte. Es hört sich vielleicht kitschig an, aber das war mein Erweckungserlebnis, das ist genau das, was ich möchte, ich möchte Saxophon spielen lernen und es sollte nun ein Tenorsaxophon sein. Es hat noch ein paar Jahre gedauert, aber im Sommer dieses Jahres war es dann endlich soweit.

Jetzt musste nur ein Händler gefunden werden, der mir das Instrument meiner Begierde besorgen kann, mein zweiter Weg erst führte mich zu Saxophonic, den ersten hätte ich mir echt sparen können…. Die Terminvereinbarung für den ersten Kennenlerntermin (nur Reiner, das Sax und ich) war rasch gefunden, dann kam der Tag und ich war doch sichtlich nervös, denn als absoluter Neuling in der Musik (ich lerne gerade alles neu … auch Notenlesen), war ich beim Betreten der „heiligen Hallen“ mit all den schönen und glänzenden Instrumenten schon recht hibbelig, aber das legte sich sofort. Reiner hat mir mit seiner ruhigen Art sofort alle Scheu und Nervosität genommen und ich fühlte mich sehr wohl. Er machte mit mir eine kurze Einführung in die Geschichte des Saxophons und hat mir dann ein Mundstück, Blättchen zum ersten „Tröten“ an die Hand gegeben, was überraschend gut funktionierte. Kaum hatten wir diesen Schritt getan, wählte Reiner schon ein Tenorsaxophon für mich aus, einen Wimpernschlag später hatte ich einen Tragegurt um und schon ging es los.

Die dann folgende Stunde verging wie im Flug und ich hatte mehr als Spaß damit und auch Reiner schien es Spaß zu machen. Ich war ein wenig traurig, dass die Zeit so rasch rum war, aber wir haben uns dann schnell für eine zweite Runde verabredet, damit ich noch ein, zwei weitere Saxophone ausprobieren konnte. Am Ende der zweiten Stunde, die mit einem Kaffee begann und auch endete, und ebenso so schnell verging, war ich stolze und glückliche Besitzerin eines wunderschönen Saxophons.

Die erste Stunde mit meinem Lehrer habe ich schon hinter mir und ich weiß, es liegt ein langer Weg vor mir, aber den Start auf diesem Weg hat mir das Team von Saxophonic (Reiner, Marion und der nette Fotograf Felix) mehr als leicht gemacht! Allein das Auswählen des Saxophons war schon ein Vergnügen, kann ich jedem nur empfehlen!


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RECHT und RÜCKSICHT! Wissenswertes über Hausmusik und Lärmbelästigung

RECHT und RÜCKSICHT!!! ….Wissenswertes über Hausmusik und Lärmbelästigung

Was machst Du, wenn die eigene Musikbegeisterung nicht von allen Nachbarn geteilt wird, Du aber üben möchtest und es einfach liebst, Saxophon zu spielen?

Weil wir immer wieder mal darauf angesprochen werden, möchten wir hier gerne mit Dir teilen, was wir zum Thema Ruhestörung und Lärmbelästigung durch Musizieren vor dem Hintergrund RECHT und RÜCKSICHT herausgefunden haben.

Erst mal zum Thema RECHT

So viel sei schon mal vorab gesagt: Egal ob Du Anfänger oder Profimusiker bist, grundsätzlich gilt: Hausmusikanten dürfen ihrem Talent nachgehen! Es gibt ein Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit!

Die Vorschriften wann Ruhezeiten einzuhalten sind, sind in den verschiedenen Bundesländern allerdings unterschiedlich geregelt. Um das zu verdeutlichen hier eingangs exemplarisch und stark gekürzt mal drei Bespiele:

  1. Nordrhein Westfalen: Nach § 9 des Landes-Immissionsschutzgesetzes NRW sind alle Tätigkeiten untersagt, die geeignet sind, die Nachtruhe in der Zeit von 22 bis 6 Uhr zu stören
  2. Bayern: Lärmbelästigungen werden nach § 117 des Ordnungswidrigkeitsgesetzes behandelt. Die Ruhezeiten jedoch legt jede Stadt/Gemeinde selbst fest. Bsp. München: Die Musiklärmverordnung legt eine Nachtruhe zwischen 22 und 7 Uhr UND eine Mittagsruhe zwischen 12 und 15 Uhr fest.
  3. Brandenburg: Von 22 bis 6 Uhr ist jegliche Lautstärke verboten, welche die Nachtruhe stören. Hinzu gibt‘s hier noch die Ruhezeiten zwischen 22 und 8 Uhr UND zwischen 13 und 15 Uhr, SOWIE ein besonderes Ruhebedürfnis an Sonn- und Feiertagen.

Häufig sind darüber hinaus Vereinbarungen zu den Ruhezeiten in der Hausordnung und oder im Mietvertrag festgelegt. Diese können die allgemeinen Vorgaben von Bundesland oder Stadt noch konkretisieren. Die nächtlichen Ruhezeiten ergeben sich allerdings unmittelbar aus gesetzlichen Vorschriften, den Immissionsschutzgesetzen der Länder. Die Mittagsruhezeiten basieren hingegen in der Regel auf Hausordnungen und Mietvertragsvereinbarungen. Jedoch, nicht alles was in einem Mietvertrag festgelegt ist, muss auch rechtens sein. Die Gerichtsurteile weiter unten können da etwas Orientierung geben.

Übrigens: Während der festgelegten Ruhezeiten ist nur Zimmerlautstärke gestattet. Als Zimmerlautstärke hat das Gericht 40 Dezibel über Tag und 30 Dezibel während der Nachtzeit festgelegt. Der durchschnittliche Schallpegel von Klavier, Geige und Flöte liegt bei 80-86 db, Trompete und Schlagzeug liegen mit um die 90db im Bereich von Presslufthammer + Motorsäge
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/urteile-zu-hausmusik-jetzt-aber-ruhe-1.2231673

Und wir haben mal bei SAXOPHONIC im Selbstversuch die Dezibelzahl beim Saxophonspiel mit einer app ermittelt.
Sowohl im großen store – Raum als auch in der Anspielkabine sind wir mit einem Altsaxophon und mit einem Tenorsaxophon auf eine Dezibelzahl von 95-105 gekommen

Apropos, das Gericht hat festgelegt……nachfolgend ein paar Gerichtsurteile zum Thema Hausmusik, Musizierzeiten und Profimusiker:

Und wenn sich der Profimusiker die Hausmusik und den Musikunterricht im Mietvertrag hat erlauben lassen? ….Dann sieht die Sache schon ein bisschen anders aus.

  • Das Landgericht Frankfurt (2/25 O 359/89) entschied vor langer Zeit, dass eine Klavierlehrerin werktags zwischen 7 und 17 Uhr spielen dürfe. Zwischen 17 und 22 Uhr dürfe sie nochmals drei Stunden ans Klavier. Nur am Wochenende müsse sie sich mit fünf Stunden begnügen. Das Landgericht Flensburg (7 S 167/92) erlaubte der Familie eines Berufsmusikers Geige, Violine, Bratsche oder Cello täglich acht Stunden lang zu spielen, an Sonn- und Feiertagen nur sechs Stunden. Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/urteile-zu-hausmusik-jetzt-aber-ruhe-1.2231673

Also, Du merkst schon, so ganz eindeutig und klar ist die ganze Sache mit der Überei und den Nachbarn nicht. Es ist daher ratsam, dass Du Dich über die Verordnungen informierst, die dort gelten wo Du üben möchtest.

Als Essenz aus der ganzen hier zusammengetragenen Verordnungsbandbreite möchten wir aber mal mit Vorsicht und vorbehaltlich der eigenen Überprüfung behaupten, dass Du als Saxophonist niemanden verärgern sollest, wenn Du nicht mehr als 2 Std. täglich Saxophon spielst und am Sonntag nicht mehr als 1 Std. und dabei großzügige und freundliche Ruhezeiten einhältst wie z.B. werktags Mittagsruhe von 12 – 15h + Nachtruhe von 20 – 8h, sonntags Mittagsruhe von 12 – 15h + Nachtruhe von 19 – sonntäglichen 😉 10h einhältst. Diese Aussage entspricht unserer ganz persönlichen Essenz und stellt ausdrücklich keinerlei Rechtsberatung dar!

Neben RECHT gibt es auch noch RÜCKSICHT

Und wenn es Dir gar nicht um Recht geht und Du auch der Meinung bist, dass es innerhalb einer Gemeinschaft eh im Sinne aller ist, Rücksicht zu nehmen, dann hätten wir hier auch noch ein paar Impulse zu Alternativen 😉

  • Städte und Gemeinden bieten oft spezielle Probenräume an. Entweder findest Du diese auf der Homepage Deiner Heimatgemeinde oder rufst einfach beim Rathaus an und fragst nach. Manchmal bieten auch Volkshochschulen oder kulturelle Begegnungsstätten solche Probenräume an und Du kannst dort saxophonieren. Teils sogar kostenlos, meist aber gegen einen geringen Beitrag.
  • Die nächste Möglichkeit ist bei Musikschulen anzufragen. Selbst wenn Du dort keinen Unterricht nimmst, findet man manche Musikschulen, die ihre Proberäume Hobby- und Profispielern zur Verfügung stellen. Hier musst Du ggf.mit etwas höheren Nutzungskosten rechnen.
  • Wenn Du einen festen Saxophonlehrer hast, frag ihn, vielleicht hat er einen Raum für Dich. Selbst wenn er Dir keine eigenen Räume anbieten kann, kannst Du von ihm vielleicht wertvolle Hinweise bekommen.
  • Vernetze Dich mit anderen Musikern. Diese Musiker müssen keine Saxophonisten sein. Musik hat immer eine verbindende Wirkung – nutze diese. Die Möglichkeiten, die sich Dir hier eröffnen können, sind teils unerwartet und meist unplanbar. Vielleicht hat einer Deiner Musikerfreunde ein ländlich gelegenes Haus oder eine beheizbare Laube, wo es niemanden in direkter Nachbarschaft gibt.
  • In den wärmeren Monaten einfach mal zum Lieblingsplatz in der Natur gehen, einem Waldsee oder einer schönen Wiese – die Natur musiziert auch ständig, vielleicht findet Ihr gemeinsam eine Melodie oder improvisiert Euch zusammen oder Du übst Dich darin, Dich nicht ablenken zu lassen.
  • Bunker mieten – sowas geht auch als Proberaum. Das BGZ (Bunker Gemeinschaftszentrum) bietet das im gesamten Ruhrgebiet seit 1975 als Musikproberäume an. Hier findest Du eine Übersicht und Belegungsplan http://www.musikprob.de/

Vieles ist vorstellbar!

Und wenn Du noch weitere Ideen dazu oder Erfahrungen mit anderen ÜbeMöglichkeiten gemacht hast, lass es uns bitte wissen, damit wir das als Impulse an andere Saxophonisten weitergeben können. Teilen macht Freude 😉


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Liebe auf den ersten Ton – Eine kleine Liebesgeschichte von Heike

Liebe auf den ersten Ton – Eine kleine Liebesgeschichte von Irene

Wie ich zu einem wirklich ganz besonderen Saxophon gekommen bin:

Es war der 30. August 2017,  ich hatte einen Termin bei Reiner mit meinen drei Saxophonen (ein Sopran- , ein Alt- und ein Tenorsax) zum alljährlichen Saxophon-Check. Für mich war es der erste Besuch bei Saxophonic. Mein Mann war mit dabei.

Kaum dass ich diesen wirklich wundervollen Laden betreten hatte, fiel mir ein ganz besonderes Saxophon ins Auge: das Altsaxophon SELMER Paris, limited Edition Adolphe Sax, Perl-Lack/versilbert! Der Anblick war Atem beraubend, die Schönheit dieses Altsax war einfach umwerfend!

Reiner erlaubte mir dieses Horn anzuspielen in der Zeit in der er mein Sopran- und mein Tenorsax überprüfte. Das waren so gut zwei Stunden. Danach war mir klar: dieses Saxophon kann ich nicht  im Laden lassen. Diese weichen, samtigen Töne! Es fühlte sich einfach richtig gut an. Und auch noch das allerletzte aus dieser Edition wie mir Reiner mitteilte.

Nach einem beratenden Telefonat mit Thomas Voigt, der mein langjähriger Saxophonlehrer ist, und nachdem mein lieber Mann mich zweimal gefragt hatte, ob ich es denn gerne haben wollte, war der Entschluss gefasst: Ja, ja, ja!

Reiner machte mir ein gutes Angebot für mein bisheriges Altsax und meinen dazu gekauften silbernen S-Bogen und so ging ich über-überglücklich mit wieder drei Saxophonen aus dem Laden heraus, nur dass das Altsax jetzt ein anderes war. Unverhofft kommt oft! Ich bin davon überzeugt dass sich ein Saxophon seinen Spieler sucht.

Ein ganz unvergessliches tolles Erlebnis, ich habe es nicht bereut. Und übrigens: der Kaffee bei Reiner ist legendär!




Saxophonic

Saxophonic